Langenbochumer Straße: Güterzug rammt stählernen Arbeitswagen

HERTEN Autofahrer in Westerholt mussten am Dienstag Umwege in Kauf nehmen. Der Bahnübergang an der Langenbochumer Straße war fast vier Stunden lang gesperrt. Ein Güterzug war mit einem Arbeitswagen kollidiert und blockierte die Gleise. Verletzt wurde niemand, der Zug hatte auch keine Gefahrgüter geladen.

  • Der Bahnübergang an der Langenbochumer Straße ist seit 9.25 Uhr gesperrt, Foto: Ingrid Wolff

Der Unfall ereignete sich gegen 9.20 Uhr. Auf einem Teil der Gleise sollten Arbeiten durchgeführt werden. Deswegen war ein stählerner Arbeitswagen auf dem Gleis, auf dem auch der Güterzug unterwegs war. Wie es zu diesem Zusammenstoß kommen konnte, ist noch ungeklärt. Die Bundespolizei war vor Ort, die Ermittlungen dauern an. Der 304 Meter lange Güterzug, der auf dem Weg von Berlin nach Rotterdam war, hat den Wagen kurz vor dem Bahnübergang an der Langenbochumer Straße erfasst und ihn 300 Meter mitgeschleift. Erst dann kam der Zug zum Stehen. Wie die Polizei mitteilte, war der Güterzug nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Im Gegenteil: Der Zug fuhr 70 km/h, erlaubt sind auf dieser Strecke sogar 80 km/h.


Erst gegen 13.15 Uhr wurde die Sperrung aufgehoben, und der Verkehr konnte wieder fließen. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilte, war die Lok durch den Unfall so stark beschädigt, dass eine Ersatzlokomotive herangeschafft werden musste. Auch ein neuer Lokführer musste erst nach Herten kommen. Die Straßensperrung dauerte auch deswegen so lange, weil erst sichergestellt werden musste, ob neben den Gleisen verlaufende Kabel beschädigt worden waren. „Wir bitten die Anwohner um Entschuldigung“, so der Bahnsprecher.
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