Polizeistatistik: Mehr Kinder und junge Menschen bei Unfällen verletzt

Die gute Nachricht: Die Polizei meldet für Herten eine sinkende Unfallquote und mehr aufgeklärte Fälle. Die schlechte: Unter den Verletzten sind zunehmend Kinder, junge Leute und Senioren.

  • hal_notarzt

 Was Verkehrsunfälle betrifft, ist der Kreis Recklinghausen eine der sichersten Regionen im Land. Herten steht in vielen Punkten sogar noch ein Stück besser da als der Durchschnitt. Die Zahl der Unfälle sank im Vergleich zu 2010 überdurchschnittlich stark von 1 576 auf 1 478 (- 6,2 Prozent). Die Zahl der Verletzten sank 174 auf 160, die der Todesopfer von drei auf null. Mit diesen Rückgang um 9,6 Prozent steht Herten weitaus besser da als das Gesamt-Präsidium (- 3,3 Prozent). 

 Dafür sind unter den Verunglückten nicht nur mehr schwer verletzte Kinder, verunglückte Motorradfahrer und Fußgänger, sondern auch mehr Senioren und Verletzte durch Alkohol-Unfälle.
Die Zahl verletzter Fahrradfahrer sinkt in Herten besonders stark (-17,6 Prozent). Deutlich gegen den Trend steigt die Zahl verletzter Motorradfahrer (+ 29,2 Prozent) und Fußgänger (+4,5 Prozent). Die Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, sind mit 21 Fällen konstant geblieben. Doch die Zahl der Verletzten ist auf elf (+120 Prozent) gestiegen.

Die Zahl dieser Unfallfluchten stieg von 325 auf 336 (+3,4 Prozent). Deutlich stärker steigt hier jedoch die Aufklärungsquote der Polizei. Als einzigen offiziellen Unfallschwerpunkt stuft die Polizei die Kreuzung Heidestraße/Martin-Luther-Straße in Westerholt ein. Immer wieder missachten Verkehrsteilnehmer dort die „rote Ampel“ beziehungsweise die Vorfahrt.
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