Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft: Feuer im Vereinsheim war Brandstiftung

MARL Die Polizei hat jetzt bestätigt, dass ein oder mehrere Brandstifter das Feuer im ehemaligen Vereinsheim der SG Marl an der Hervester Straße gelegt hat. Der oder die Täter seien am Donnerstagmorgen zwischen 4.30 und 5 Uhr durch ein Fenster in das Gebäude eingedrungen.

  • Brand Vereinsheim

    Das ausgebrannte Vereinsheim an der Hervester Straße. Foto: Werner Amerongen

Jetzt sucht die Polizei dringend Zeugen, die in der Tatnacht im Bereich der Goetheschule etwas Verdächtiges beobachtet haben.

Wie berichtet, brannte das ehemalige Vereinsheim an der Hervester Straße in Brassert am Donnerstag völlig aus. In wenigen Wochen sollten dort Flüchtlingsfamilien einziehen. Bürgermeister Werner Arndt geht davon aus, dass das städtische Gebäude abrissreif ist.

Bis Donnerstagmittag waren Feuerwehrkräfte aus fast allen Marler Löschzügen an der Hervester Straße im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Bereits am Nachmittag begannen die Ermittler der Polizei nach der Brandursache zu suchen. Die Recklinghäuser Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen hat eine Sonderermittlungskommission eingerichtet, um die Tat aufzuklären. Auch am Freitagmorgen sicherten die Brandermittler gemeinsam mit Brandsachverständigen in dem völlig ausgebrannten Vereinsheim noch Spuren. Nach ersten Erkenntnissen waren der oder die Täter an der Gebäuderückseite durch ein Fenster eingestiegen und hatten im Inneren Feuer gelegt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Wie berichtet, hatten Polizei und Staatsschutz bereits am Tag vor dem Brand Ermittlungen an der Hervester Straße aufgenommen. Ein Hausmeister hatte auf einer Außenwand rechte Parolen und Hakenkreuzschmierereien entdeckt. Außerdem wurden an der Wand auch Brandspuren gefunden.

Seitdem die SG Marl das Vereinsheim aufgegeben hatte und der türkische Fußballclub Fenerbahce Istanbul vorübergehend eingezogen war, habe es immer wieder Ärger um rechte Parolen und Schmierereien an der Hervester Straße gegeben, erklärte Werner Arndt am Donnerstag vor Ratsmitgliedern im Sozialausschuss.

Seit Freitag ermitteln Polizei und Staatsschutz in einem weiteren Fall von rechten Schmierereien. In der Zeit von Donnerstag, 23 Uhr, bis Freitag, 6.30 Uhr, beschmierten Unbekannte die Fassade der Willy-Brandt-Gesamtschule mit der Aufschrift „Anti Asyl“ und einem Hakenkreuz.


 
Zeugen, die im Zeitraum zwischen 4 und 5 Uhr verdächtige Beobachtungen rund um das Vereinsheim an der Hervester Straße gemacht haben werden gebeten, sich bei der Ermittlungskommission unter Tel.0800/2361 111 zu melden.

 
 
 
7 KOMMENTARE
22.01.16 16:49

Täter???

von n.t.

Glaub nicht, dass der wirkliche Täter dort seine DNS hinterlassen hat.

So ’n Asi namens Borstädt hat mal erklärt, dass es besser ist die Ursache und nicht irgendwelche daraus resultierenden Anlässe zu verurteilen und zu ändern.

22.01.16 14:51

Erinnert mich

von Grundguetiger

an die drei Affen. Nix hören, nix sehen, bloß nix sagen, das schaffen sie nicht. Ist ja vielleicht auch nur ein schlechtes Gewissen.

22.01.16 15:20

Genau; Nichts sagen !

von kurtkarl

Verlangen Sie etwa dass einer den Verdacht auf Sie lenken soll? Das würde ich nieeee
behaupten verehrter GG.

?

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