Ein Stadtteil im Aufwind: Millionen für Hüls

MARL Trotz massiver Leer- und Missstände sehen private Investoren, allen voran der Marler Immobilien-Unternehmer Markus Römer (49), für den Stadtteil Hüls großes Entwicklungspotenzial. Sie wollen in den nächsten Jahren 40 bis 50 Millionen Euro in den einst so florierenden Stadtteil investieren.

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    m Umfeld des Sparkassen-Hochhauses soll sich in den nächsten Jahren viel verändern. Die Römer & Partner Immobiliengruppe will in Hüls viele Millionen Euro investieren. Foto: (

Bereits 2015 haben Römer und sein Partner Oliver  C. Smits das Sparkassen-Hochhaus (heute „Vest-Tower“) gekauft und in Rekordzeit voll vermietet. Auch die angrenzenden Häuser Bergstraße 14, 16 und 18 (Manhattan-Sportsbar, LBS-Bausparkasse, Restaurant ViaMonte) hat die Römer-Unternehmensgruppe schon gekauft, ebenso das gegenüberliegende Haus, in dem sich einst die Gaststätte „Von 9 bis 9“ befand. Pläne, die noch nicht spruchreif sind, gibt es für den Bereich Ahornweg, Merveldt- und Römerstraße hinter dem „Vest-Tower“.

Was macht Markus Römer und seine Partner so optimistisch? Warum investieren sie in Hüls? „Wir haben das Sparkassen-Hochhaus in kurzer Zeit komplett vermietet und sehen, dass der Stadtteil Potenzial hat. Die Bevölkerung im Ruhrgebiet wird weiter zunehmen, und die Grundstimmung in Marl ist gut, besser als noch vor einem Jahr“, sagt Markus Römer. Es reiche aber nicht, nur ein Haus „schön zu machen“. Um den Wert des „Vest-Towers“ zu sichern, müsse auch das Umfeld stimmen. Und da gibt es in Hüls noch eine Menge zu tun.

Sanierung der Fußgängerzone

So lässt zum Beispiel die lang ersehnte Sanierung der Hülser Fußgängerzone weiter auf sich warten. Und so findet auch das 35. Hülser Weinfest (28. bis 30. April) wieder im gewohnten Ambiente unter den in die Jahre gekommenen Arkaden statt. Für Römer hat die Fußgängerzone einen hohen Stellenwert für die Gesamtentwicklung: „Die Fußgängerzone muss funktionieren und belebt werden.“

Nachdem Hüls sowohl im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) als auch im Entwurf des Einzelhandelsgutachtens als zweiter Zentrumsbereich entwickelt werden soll, besteht die Chance, dafür Fördermittel des Landes zu bekommen. Um entsprechende Programme „sichten“ zu können, hatte der Rat im November 2016 für dieses Jahr Voruntersuchungen für ein „Sanierungskonzept Hülsstraße“ beschlossen. 

Passiert ist bisher noch nichts. Warum der Ratsbeschluss noch nicht umgesetzt wurde, soll Bürgermeister Werner Arndt in der nächsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses beantworten. Die CDU-Fraktion hat eine Anfrage gestellt.

Was ge- und missfällt Ihnen in Hüls?
Was sollte getan werden? Schreiben Sie uns:
mzredaktion@medienhaus-bauer.de.
5 KOMMENTARE
28.04.17 01:59

Trump lässt grüßen

von n.t.

ICH find Marl immer noch scheiße. (Außer Adler, schon mal erwähnt)

27.04.17 13:15

Nur Pessimisten die alles schlechtreden

von Kaut

Mit nur Pessimisten die alles schlechtreden in den vorangegangen Kommentaren wird der Stadtteil Hüls sicher nicht aufgewertet werden. Es ist doch zu begrüßen das es Menschen gibt eine menge Geld in die Hand nehmen, Investieren und den jahrelangen Stillstand beenden wollen. Und natürlich ist es auch legitim das die Investoren auch ein Profit erzielen wollen und auch müssen. Damit später weitere Investitionen hier oder anderswo getätigt werden können. Freuen wir uns, dieser Stadtteil kann nur schöner werden.

27.04.17 08:52

Pack aus Brassert

von Grundguetiger

Wenn, um es milde aus zu drücken, bäuerliches Erbgut auf Zahltag besoffene Bergleute trifft, hat das ungefähr den gleichen Effekt wie eine Naturkatastrophe. So was haben wir noch nie gesehen, ehrlich.
Spaß beiseite.
Die Entwicklung einer Wild-West Stadt ist natürlich anders als meinetwegen Haltern am See. Letztere kann auf viele hundert Jahre Geschichte blicken.
Marl nur auf Gold-Gräber Mentalität.
Die hält sich bis heute.
Hat aber auch Menschen und Wohlstand hervor gebracht, ohne die so mancher nicht das hätte, das er heute besitzt.
Wenn einer glaubt, noch den siebten Klamotten Laden oder noch so eine Modeerscheinung, Fitnessstudio, eröffnen zu müssen, meinetwegen.
Bloß hinterher nicht jammern.
Und dafür bitte keine Steuergelder fordern.

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