Redaktion vor Ort:: Wir treffen uns in Polsum

MARL. Ist Polsums dörfliche Idylle in Gefahr? Die Redaktion der Marler Zeitung ist am Mittwoch, 7. September, 18 Uhr, im Treffpunkt, Im Breil 10, zu Gast. Wir wollen mit den Polsumer reden, über alles, was ihnen in ihrem Stadtteil am Herzen liegt. Reden Sie mit!

  • Die Kolpingstraße im Polsumer Ortskern. Foto: Werner Amerongen

Heimatverein, Bürgerschützen und SuS Polsum sind starke Säulen des Dorflebens. Polsum gilt in Marl als grüne Idylle mit eigenem Charakter. Wir wollen wissen, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, an Ihrem Stadtteil besonders schätzen, oder was Sie unbedingt gern anders hätten. Wir wollen mit Ihnen über aktuelle Themen wie Windräder oder Flüchtlingscontainer reden.

Zwischen Erdölraffinerie in Gelsenkirchen-Scholven und Saria in Frentrop lockt das gemütliche Dorf mit ländlicher Atmosphäre. Ungetrübt ist die Dorfidylle jedoch nicht. Zurzeit brennen vielen Polsumern zwei Themen besonders auf den Nägeln. In der Bürgerinitiative Gegenwind hat sich Widerstand gegen geplante Windenergieanlagen formiert. Ein Argument der Windrad-Gegner: Die Natur und die dörfliche Struktur sollen nicht beeinträchtigt werden.

Die Initiative Hellweg wurde mit engagierten Bürgern partei- und vereinsübergreifend auf den Plan gerufen, als klar war, dass eine Container-Unterkunft für Flüchtlinge gebaut wird. Jetzt ziehen die ersten Bewohner ein und können darauf bauen, dass sie von Polsumern Unterstützung bekommen.
So wie es in den 1990er- Jahren war, als viele Polsumer sich über die Zustände in den damaligen Unterkünften für Asylbewerber aus Balkanländern ärgerten, soll es dieses Mal nicht sein. Dabei wollen viele Polsumer helfen.
 

Heimatverein, Bürgerschützen und SuS Polsum sind starke Säulen des Dorflebens. Polsum gilt in Marl als grüne Idylle mit eigenem Charakter. Wir wollen wissen, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, an Ihrem Stadtteil besonders schätzen, oder was Sie unbedingt gern anders hätten. Wir wollen mit Ihnen über aktuelle Themen wie Windräder oder Flüchtlingscontainer reden. Am Mittwoch, 7. September, 18 Uhr, machen wir auf unserer Sommertour Station im Treffpunkt St. Bartholomäus, Im Breil 10.


Unermüdlichen Einsatz der Bürger erkennt man in Polsum an vielen Stellen. Der Heimatverein zum Beispiel pflegt den dörflichen Charakter. Die Mitglieder haben zum Beispiel eine Skulptur für den Marktplatz gespendet, um den ländlichen Charme zu betonen. Sie sorgen für gepflegtes Grün in der Ortsmitte, restaurieren Feldkreuze und noch viel mehr. Traditionsbewusst und aufgeschlossen zugleich zeigen sich die Polsumer Schützen, die mit der zweifachen Schützenkönigin Angelika Kochanetzky gerade ihre erste Kaiserin hoch leben ließen.

Was meinen Sie? Ersetzt Bürgerengagement, was eigentlich in öffentliche Hände gehört? Sehen Sie die Stadt Marl mehr in der Pflicht? Oder setzen Sie auf die Tatkraft der Bürger?
Im Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK soll Polsum zukünftig in das Grün- und Freiraumnetz Marls integriert sein. So sollen Polsumer gut andere Freizeit- und Erholungsorte erreichen. Umgekehrt könnten Marler aus anderen Stadtteilen von der dörflichen Atmosphäre profitieren, so der Vorschlag. Verbesserungen für die Verkehrssituation werden durch ein neues Stellplatzkonzept und Verkehrsberuhigung in Aussicht gestellt.

Außerdem wird ein besserer Anschluss an das Schnellbusnetz empfohlen. Bislang bringt der Schnellbus der Linie SB 26 Polsumer zügig nach Marl-Mitte oder Gelsenkirchen-Buer. Durch die Linie SB 28 soll auch die Anbindung an Dorsten besser werden.

Zurzeit ist Polsum der Marler Stadtteil mit den meisten Bewohnern über 65 Jahre. Dabei gibt es hier zum Beispiel durch den Sportverein SuS Polsum viele Angebote für Kinder und Jugendliche, die den Stadtteil für Familien attraktiv machen. Den Generationswechsel zu begleiten, ist ein Thema des ISEK. Was denken Sie, liebe Leserunen und Leser? Wie sehen Sie die Zukunft des Dorfes? Was soll bleiben? Was muss anders werden? Reden Sie mit! Wir sehen uns am kommenden Mittwoch in Polsum!

 Die Redaktion der MZ ist vor Ort am Mittwoch, 7. September, 18 Uhr, im Treffpunkt, Im Breil 10.

 

1 KOMMENTAR
05.09.16 16:43

Nahverkehr in Polsum

von PolsumerJunge

Leider stimmt der Absatz mit dem Nahverkehr so nicht.

Durch Polsum fährt nicht die Schnellbuslinie SB26, sondern die Buslinie 222 (GE-Buer - Polsum - Marl Mitte - Sinsen). Des Weiteren gibt es noch eine Taxibus-Linie 240 zum S-Bahnhof nach Gelsenkirchen-Hassel.

Wie in Ihrem Artikel erwähnt fehlt eine direkte Nahverkehrsverbindung nach Dorsten. Der Schnellbus SB28 fährt aktuell einen "Bogen" um Polsum und bedient die ländlichen Gebiete von Gelsenkirchen-Scholven. So braucht ein Polsumer für eine Fahrt von Polsum (Hst. Polsum Ehrenmal) bis zum Dorstener ZOB insgesamt 50 Minuten, anstelle von 15 Minuten.
Ich persönlich sehe für die Verbindung hohes Potential an neuen Fahrgästen aus Polsum die Richtung Dorsten fahren könnten. Durch die kürzere Fahrzeit würde die Relation attraktiver werden. Die Menschen aus Polsum hätten ein direktes Angebot an die Freizeitmöglichkeiten in Dorsten. Ebenfalls würde in Dorsten eine schnelle Umstiegsmöglichkeiten in die Regionalbahnen nach Essen/Oberhausen/Borken/Coesfeld bestehen.
Nach GE-Buer würde in der Hauptverkehrszeit vier Fahrten pro Stunde zur Verfügung stehen, so dass auch die Verbindung in die Buersche bzw. Gelsenkirchener Innenstadt attraktiver werden würde.

Ich bin mal gespannt, ob die Verbindung überhaupt kommt oder ob eine Veränderung der Fahrtstrecke als unrentabel abgestempelt wird.

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