Stimmen zur Europa-Wahl in Marl: SPD bleibt knapp vor der CDU - Wahlbeteiligung liegt bei 56,02 Prozent

MARL Die Wahlbeteiligung steigt von 44,5 auf 56,02 Prozent. Als zweite Stadt im Kreis Recklinghausen hat Marl alle Stimmbezirke ausgezählt. Die SPD bekommt 25,8 Prozent der Stimmen, die CDU 23,7, die Grünen 16,1, die AfD 13,5, die Linke landet bei 4,1 Prozent und die FDP 5,8.

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  • Die Europawahl 2019 ist vorbei.

    Foto: Archiv

  • Europawahl 2019: Im Wahlkokal in der Goetheschule freuen sich die Wahlhelfer über die höhere Wahlbeteiligung. V.li.: Sascha Schmidt, Jenny Kollarczik und Fritz Dechert. Foto: Patrick Köllner

  • Barbara Wittkowski ist es sehr wichtig, dass sich Bürger an ihren Rechten beteiligen. Dazu gehört für sie das Wahlrecht. Foto: Patrick Köllner

  • Europawahl 2019: Für Daniel Adamschig (li.) und Holger Syskowski ist es Pflicht, zur Wahl zu gehen. Foto: Patrick Köllner

  • In der Glück-auf-Schule melden Wahlleiterin Alexandra Akenya und Wahlhelferin Anneliese Scheffler gegen 16 Uhr eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent. Foto: Patrick Köllner

20:56 Uhr: Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zur letzten Europawahl im Jahr 2014 von 44,5 auf 56,02 Prozent. 

20:05 Uhr: Rund 36.000 und damit mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Marlerinnen und Marler haben abgestimmt, das sind rund 13 Prozent mehr als bei der Europa-Wahl vor fünf Jahren.

19:55 Uhr: In Polsum holt die CDU ihr bestes Ergebnis bei dieser Europa-Wahl und erreicht 37,4 Prozent. Die SPD liegt hier nur bei 14,1 Prozent. Die Auszählung ist bis auf wenige Wahllokale geschafft.

19:38 Uhr: Für die SPD gibt es auch in Marl herbe Verluste. Nach derzeitigem Stand liegt sie noch bei knapp 26 Prozent und damit nur rund 3 Prozent vor der CDU. In der Heinrich-Kielhorn-Schule holen die Grünen knapp 21 Prozent der Stimmen. Die AfD wird im Wahllokal insel-Café zweitstärkste Kraft hinter der SPD.

19:21 Uhr: Mehr als die Hälfte der Bezirke sind ausgezählt. Die Wahlbeteiligung liegt demnach bei knapp 54 Prozent und damit um rund 10 Prozent höher als bei den EU-Wahlen vor fünf Jahren.

19.01 Uhr: Nachdem 17 der 47 Wahllokale und 22 Briefwahlbezirke ausgezählt sind, ist die SPD mit 28,8 Prozent stärkste Partei. die CDU kommt auf 20,7 Prozent, die Grünen liegen mit 14,9 Prozent als dritte Kraft knapp vor der AfD mit 14,4 Prozent.

18.46 Uhr: In der Grundschule Sickingmühle liegt die Wahlbeteiligung bei 48 Prozent. Stärkste Kraft wird hier die CDU mit 30,5 Prozent. Auch im insel-Cafe, Marler Stern gibt es Ergebnisse: Wahlbeteiligung 31 Prozent, die SPD wird mit 24,8 Prozent stärkste Partei. Die AfD liegt mit 19,5 Prozent auf Platz 2.

18.34 Uhr: Das erste Marler Ergebnis kommt aus der VHS an der Wiesenstraße um 18.32 Uhr. Dort landen die SPD auf 27,4, die CDU auf 20,5, die Grünen auf 12,8, die AfD auf 14,4 die FDP auf 7 und die Linke auf 3,6 Prozent.

Stimmen aus der Politik:

Michael Sandkühler (Bündnisgrüne): „Das war eine Klima- und eine Vertrauenswahl.“

Sebastian Schwabach, stellvertretender Vorsitzender der AfD Marl: „13,4 Prozent sind ein Superergebnis. Ich bin überwältigt. Und es gibt noch Luft nach oben... Es gibt Wähler, die Europa positiv sehen und andere, die Angst vor Europa haben.“

SPD-Vorsitzender Brian Nickholz: „Wir werden noch stärker das Gespräch mit den Bürgern suchen... Mit uns kann man kritisch reden. Kritik im Wahlkampf ist uns lieber als an der Urne.“

CDU-Vorsitzender Thomas Terhorst: „Wir hatten mal eine Klimakanzlerin. Das ist lange her. Ich wünsche mir, dass dieses Thema wieder besetzt wird.“

FDP-Vorsitzender Thorsten Leineweber: „Ich habe gespürt, dass die Menschen motivierter waren, zur Wahl zu gehen und Parteien am äußersten Rand nicht ihre Stimme zu geben.“

So war der Wahltag in Marl:


Im Wahlkokal für die Bezirke 16.1 und 16.2 in der Goetheschule freuen sich die Wahlhelfer Sascha Schmidt, Jenny Kollarczik und Fritz Dechert über die höhere Wahlbeteiligung. Ratsmitglied Fritz Dechert wies gleichzeitig auf den in seinen Augen teilweise maroden Zustand des Wahllokas hin.

Barbara Wittkowski ist es sehr wichtig, dass sich Bürger an ihren Rechten beteiligen. Dazu gehört für sie das Wahlrecht: "Wer nicht zur Wahl geht ist anschließend darauf angewiesen, was kommt", sagt die Marlerin.

Für die beiden Marler Daniel Adamschik und Holger Syskowski ist es Pflicht, zur Wahl zu gehen. "Wenn ich möchte, dass sich politisch etwas ändert, muss ich auch wählen gehen. Sonst darf ich micht anschließend nicht beschweren", sagt Daniel Adamschik. Holger Syskowski ergänzt, dass Politik in der Schule zeitgemäßer unterrichtet werden sollte.

In der Glück-auf-Schule melden Wahlleiterin Alexandra Akenya und Wahlhelferin Anneliese Scheffler gegen 16 Uhr eine Wahlbeteiligung von 50 Prozent.

Dorothea Aleff (50) ist zur Mittagszeit am Wahllokal an der Willy-Brandt-Gesamtschule."Ich habe gerade noch eine Bekannte getroffen und mich etwas verquatscht, aber jetzt gehe ich wählen. Ich finde es wichtig, dass Europa zusammenhält. Vor allem jetzt mit dem Brexit, da muss die EU einfach zusammen bleiben. Es kann gefährlich werden, wenn sie es nicht tun. Ich bin jetzt kein Spitzenpolitiker und entscheide nach meinem Bauchgefühl, aber ich finde, wenn man schon eine Stimme hat, dann sollte man sie auch nutzen." Ihr Sohn Julian (15) ist sehr an Politik wählen. "Wenn er dürfte, würde er auch Wählen gehen. Er begleitet gleich meinen Mann zur WBG."
 
Bei der Wahl am Sonntag sind knapp 64.500 Marlerinnen und Marler aufgerufen, ihre Stimme für Europa abzugeben. 9858 Bürger haben sich den Weg dorthin gespart, denn sie haben bereits per Briefwahl gewählt.
 
 
 
3 KOMMENTARE
27.05.19 13:22

Unerträglich..

von miko

...wie manche Politiker immer nur auf das Symptom "rechts" und "links" schauen, sich aber nicht der Ursache zu stellen scheinen.
SIE selbst und ihre Politik sind das Ergebnis des Erstarken dieser Parteien.
Wie sagt noch einmal der Volksmund? Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

Na dann mal los liebe "Volksparteien" - wenn Ihr das Begehren und die Nöte des Volkes ernst nehmt und auch ANGEHT (..an Euren Taten werdet Ihr gemessen!!!), braucht Ihr Euch über rechts und links keine Gedanken machen zwinkern

27.05.19 08:42

Man kann

von Grundguetiger

eine Entwicklung unterschiedlich interpretieren. Es kommt aber darauf an, sie zu verändern.
Und da tut´s weh, es ändert sich wahrscheinlich nix.
Die Reichen reicher, die Armen ärmer.

26.05.19 20:49

Hart erarbeitet

von frankulrich

Aber auch mehr als verdient, liebe SPD. Nur die Ergebnisse der Grünen und der AfD sind nicht nachvollziehbar, unberechtigt und verdammt "zu hoch". grinsen

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