Besucher können wieder ins Rathaus: Polizei ermittelt nach Bombendrohung

MARL Wegen einer Bombendrohung waren die Gebäude des Arbeitsamts und das Rathaus am Montagmorgen für Besucher geschlossen. Am späten Vormittag hat die Polizei Entwarnung gegeben.

  • Jobcenter

    Polizeihauptkommissar Sven Busch mit Spürhund Santos vor dem Jobcenter. Foto: Heinz-Peter Mohr

Zunächst standen die Besucher vor verschlossenen Türen. "Heute ist das Rathaus aus technischen Gründen geschlossen" stand auf einem Schild am Haupteingang. Mitarbeiter standen dort, baten die Besucher, später wiederzukommen.

Jetzt ist das Rathaus für die Marler Bürger wieder zugänglich, das Jobcenter bleibt aber heute für Kunden geschlossen.

Beamte des Polizeipräsidiums Essen hatten die Räume, Flure und Eingänge im Rathaus und den Gebäuden gegenüber dem Amtsgericht und dem Grimme-Institut mit Spürhunden durchsucht. Sicherheitspersonal bewachte die Eingänge. Die Sicherheit der 105 Mitarbeiter habe Vorrang, sagte der Leiter des Jobcenters, Heinrich Lange. Die Beschäftigten des Jobcenters sammelten sich draußen, kehrten erst nach der Durchsuchung wieder an ihre Arbeitsstelle zurück.

Kein Sprengstoff gefunden

Kurz vor 12 Uhr stand fest: Es gibt keinen Sprengstoff. Die Mitarbeiter konnten ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Solche Bombendrohungen beschäftigen die Polizei "immer mal wieder", sagte deren Sprecher Michael Franz. Oft würden sich dahinter Kunden verbergen, die ihrem Ärger Luft machen. Die Polizei nehme solche Drohungen aber ernst, um Gefahren für die Bevölkerung auszuschließen.

Anrufe können zurückverfolgt werden

Die Drohung ging bereits am Sonntag um 12.20 Uhr bei der Leitstelle der Polizei ein. Der Anrufer drohte einen Bombenanschlag am Montagvormittag gegen 11 Uhr an. "Wir können solche Anrufe zurückverfolgen. Die Ermittlungen laufen", sagte Michael Franz auf Nachfrage.

Die Polizei ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen einer Straftat. Diese Drohung ist ebenfalls eine Straftat und wird mit einer empfindlichen Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von mehreren Monaten geahndet. Wird der Täter ermittelt, können ihm außerdem die Kosten des Polizeieinsatzes in Rechnung gestellt werden.

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