Kreistag sagt ja zum Bürgerbegehren: Kreishaus-Sanierung statt Neubau

Der Recklinghäuser Kreistag hat soeben das Bürgerbegehren gegen den Neubau des Recklinghäuser Kreishauses für zulässig erklärt - auch ohne Auszählung der Unterschriften.

Enstand das Feuer auf AV bei der Demontage?: Brandexperten ermitteln in der Kohlenwäsche

MARL Die Feuerwehr ist heute erneut zur Kohlenwäsche von Auguste Victoria 3/7 gefahren, um dort Glutnester zu löschen. Durch den Großbrand am Mittwoch, der die Feuerwehrleute bis Mitternacht in Atem hielt, ist in dem Gebäude ein großer Hitzeherd entstanden. Die Temperatur musste heruntergekühlt werden.

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  • Dicke schwarze Wolken stiegen aus der alten AV-Kohlenwäsche auf. Durch die Hitze des Brandes wurde laut Feuerwehr Kohlenstaub in die Höhe geschleudert. Foto: Werner Amerongen

  • Feuer auf Auguste Victoria

    In der Kohlenwäsche der ehemaligen Zeche Auguste Victoria brannte es Mittwochnacht. Eine Rauchwolke zog über den Marler Norden. Foto: Werner Amerongen

Mit einer Wärmebildkamera kontrollierte die Feuerwehr die Halle, fand aber keine weiteren Brandherde mehr. So holten die Einsatzkräfte nur ihre Schläuche und Strahlrohre ab. (Auf dem Rückweg zur Wache retteten sie noch Kätzchen, die unter einem Überhang in einem Brombeerfeld festklemmten und fiepten.)

Brandermittler wollen sich die Halle noch genauer ansehen. Nach gegenwärtigem Stand schließt die Polizei Brandstiftung aus. Angaben der RAG zufolge brach das Feuer an einer Bandanlage in der 3. Etage der 30 Meter hohen ehemaligen Kohlenwäsche aus - dort wo zu Produktionszeiten die Kohle vom Gestein getrennt wurde. Ob Handwerker bei der Demontage den Brand ausgelöst haben oder ob ein Blitzeinschlag Ursache des Feuers war, wird noch untersucht.

Mittwochnacht waren fünf Löschzüge der Marler Feuerwehr und die Werksfeuerwehr aus dem Chemiepark im Einsatz. 80 Kräfte kämpften unter schwerem Atemschutz gegen das Feuer.


Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden. Das Gebäude war leer. Durch die Hitze und die heiße, aufsteigende Luft wurden große Mengen von Kohlenstaub in die Höhe gewirbelt. So und durch brennendes Gummi war die Rauchwolke entstanden, die in Richtung Norden zog. Wohnsiedlungen waren nach Angaben der Feuerwehr aber nicht gefährdet. Es seien auch keinerlei giftige Dämpfe ausgetreten.

Die gigantische Kohlenaufbereitungshalle hatte im Juni einen niederländischen Investor als Käufer gefunden. Er demontiert die Anlage und veräußert die Maschinen in aller Welt.

Wie groß der Schaden durch das Feuer in der Kohlenwäsche ist und ob Maschinen beschädigt wurden, wird zurzeit genau ermittelt.
1 KOMMENTAR
20.07.17 07:35

Danke

von Bilbobeutlin

Ein großes DANKE SCHÖN an die Feuerwehr Marl......

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