Großeinsatz der Polizei: Verwirrter Mann droht mit Messer

RECKLINGHAUSEN Ein offensichtlich verwirrter Mann fuchtelte am Dienstagnachmittag auf dem Altstadtmarkt mit einem Messer herum. Damit verletzte er sich selbst, drohte aber auch, auf Passanten loszugehen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und entwaffnete den Mann.

  • Einsatz

    Mehrere Beamte mussten den sich wehrenden Mann sichern. Foto: Privat

Sechs Polizeiwagen waren auf den Altstadtmarkt gekommen, um die zuerst anwesenden Kollegen, die sich zufällig ganz in der Nähe befunden hatten, zu unterstützen. „Wenn wir mitbekommen, dass  jemand mit einer Waffe herumrennt und eindeutige Drohungen ausspricht, dann nehmen wir das natürlich ernst“, so der Einsatzleiter, der damit den Vorwürfen einiger Zuschauer, dass die Polizei hier doch wohl eindeutig übertreiben würde, jeden Wind aus den Segeln nahm.
In der Tat erwies sich der junge Mann, der vermutlich unter Alkohol oder Drogen stand, als äußerst wehrhaft. Sein Rufen, Schimpfen und Schreien war in der halben Altstadt zu hören, am Ende brauchte es mehrere Polizisten, um ihn dauerhaft festsetzen zu können.
Der Mann war der Polizei nicht unbekannt, er gehört der hiesigen Obdachlosenszene an. Und deswegen wusste die Beamten auch, dass er an Scabies leidet, einer juckenden Hauterkrankung, die von Milben hervorgerufen wird. Im Volksmund ist Scabies besser als Krätze bekannt. Deswegen mussten die Polizisten, die mit dem Mann in Kontakt kamen, einen Mundschutz benutzen und sich im Anschluss desinfizieren. Der Mann wurde schließlich in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie in Herten gebracht.
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