Akkoallee: „Motorrad-Raser" akzeptiert Urteil

RECKLINGHAUSEN Der Motorradfahrer, der im Mai 2016 eine 18-jährige Fußgängerin mit Tempo 81 erfasst und dramatisch schwer verletzt hat, hat seine Strafe akzeptiert. Das „Raser-Urteil“ nach einem Unfalldrama auf der Akkoallee ist rechtskräftig.

Vor zwei Wochen hatte das Jugendschutzgericht den Unfallfahrer (54) wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Die Strafe: 14 Monate Haft auf Bewährung, eine Führerscheinsperre von vier Jahren und 120 soziale Arbeitsstunden.

Auch weil der Motorradfahrer mehrfach wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Unfallflucht verurteilt worden war, blieb das Gericht bei der Führerschein-Sperre mit vier Jahren nur ein Jahr unter der Maximal-Sperre (fünf Jahre). Im Prozess war zudem von Raser-Bußgeldern bis zu 440 Euro die Rede. Auf der A 42 war der 54-Jährige einmal mit Tempo 167 bei erlaubten 100 erwischt worden.

Auch bei dem Unfall vom 26. Mai 2016 war der 54-Jährige viel zu schnell unterwegs. Mit Tempo 81 (bei erlaubten 50) erfasste der Familienvater eine Halternerin, die mit zwei Freunden die Akkoallee überquerte. Die 18-Jährige wurde 30 Meter durch die Luft gewirbelt, lag später wochenlang im Koma. Nach schwersten Kopfverletzungen und Knochenbrüchen ist die 18-Jährige bis heute auf den Rollstuhl angewiesen.

Im Prozess hatte der Motorradfahrer erklärt, dass er die Teenager durchaus gesehen hat und sich durch ein Ziehen am Gas bemerkbar machen wollte. Nach einem Schlenker setzte seine Erinnerung dann aber angeblich aus.
7 KOMMENTARE
30.03.17 10:12

Führerscheinsperre?

von kalle0814

Der wird doch eh weiterfahren. Hat er doch zu genüge bewiesen, dass ihm der Führerscheinentzug nichts ausmacht.
Wie oft bekommt man eigentlich Bewährungsstrafen? Anscheinend immer wieder.

30.03.17 10:00

wenn

von volker1808

ich diese Aussage höre,er habe sie gesehen und wollte sich bemerkbar machen,dann ist es für mich Vorsatz,wenn nicht sogar ein versuchter Tötungsdelikt. Da frage ich mich was haben wir nur für eine Rechtssprechung. Mal ein Knölchen nicht bezahlen,da wird alles in Bewegung gesetzt,aber ein Menschen zum Krüppel zufahren,wird hier als Bagatelle abgehandelt. Er sollte nie wieder ein Führerschein bekommen. Er ist eine reine Gefahr,möchte nicht wissen wenn es seinen Kindern passieren würde,wenn sie von so einem Kranken Typen über den Haufen gefahren werden

30.03.17 08:37

So einen Mist

von gugel

[Im Prozess hatte der Motorradfahrer erklärt, dass er die Teenager durchaus gesehen hat und sich durch ein Ziehen am Gas bemerkbar machen wollte. ] habe ich noch nie gehört. Bin selbst lange Zeit Motorrad gefahren und alle Führerscheinklassen. Für diese dämliche "Begründung" hätte er noch einen Nachschlag bekommen müssen. Das war nach meiner Sichtweise bedingter Vorsatz. Drei Monate ohne Bewährung wären sicherlich "prägender" als 14 Monate mit Bewährung, zumal er schon mehrfach in Erscheinung getreten ist und unbelehrbar erscheint.

?

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar.)
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschließen.
Um sich registrieren zu können, müssen Sie uns mindestens einen Benutzernamen, ein Passwort und Ihre E-Mail-Adresse mitteilen.