Ausstellung in der Kunsthalle: Recklinghäuser Künstlerin täuschte KZ-Aufenthalt vor

RECKLINGHAUSEN Es ist ein Skandal. Die vor zehn Jahren verstorbene Recklinghäuser Künsterlin Rosemarie Koczÿ, deren Werke in vielen Museen weltweit zu sehen sind und sich zu großen Teilen um den Holocaust drehen, soll einen Teil ihrer Biographie gefälscht haben. Die Stadt Recklinghausen und die Kunsthalle sollen das im Rahmen der im Augenblick laufenden Ausstellung aufgedeckt haben. Koczÿ war gar keine Jüdin.

  • Austellungseröffnung in der Kunsthalle Recklinghausen mit Werken der in Recklinghausen geborenen Künstlerin Rosemarie Koczy. Foto: Thomas Nowaczyk

Koczÿ hatte behauptet, Jüdin und 1942 im Alter von drei Jahren in ein Konzentrationslager deportiert worden zu sein. Den neuen Erkenntnissen nach aber war Koczÿ gar keine Jüdin, sondern katholisch - und nicht im KZ. Dabei hatten sich Koczÿs Werke besonders dem Holocaust gewidmet - und das in mehr als 12.000 Zeichnungen.

In der Recklinghäuser Kunsthalle sind 100 Arbeiten zu sehen. Der Besucher begegnet einem erschütternden Panorama des Leids in unmenschlichen Zeiten. Auf 12.000 Zeichnungen schwoll der Zyklus „Ich webe Euch ein Leichentuch“ binnen drei Jahrzehnten insgesamt an.

Am Mittwochabend, 8. November,  um 18 Uhr lädt die Kunsthallte zur Podiumsdiskussion "Projektionen einer Identität. Rosemarie Koczÿ" ein. Der Eintritt ist frei.
1 KOMMENTAR
11.11.17 12:10

ich finde es eine Frechheit

von micmuc

Die "Künstlerin" nutzte m.E. den Horror der NS Zeit um sich zu profilieren.
Das ist gegenüber den Opfern eine Frechheit.
Wenn ich dann heute in der RZ noch lesen muss,, das eine Dame das alles nicht schlimm findet dann wird mir übel.
Man sollte die "Kunstwerke" dieser Künstlerin entfernen.

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