Hohenzollernstraße: Achtjährige wird am Kreisverkehr angefahren

RECKLINGHAUSEN Ein achtjähriges Mädchen ist am Dienstagnachmittag am Kreisverkehr Hohenzollernstraße/Kemnastraße/Mühlenstraße von einem Autofahrer erfasst und leicht verletzt worden. Der Mann hatte sich zunächst nach dem Kind erkundigt, war dann aber weitergefahren. Inzwischen aber hat die Polizei den Oer-Erkenschwicker ermittelt.

  • Eingeschaltetes Blaulicht

Aber der Reihe nach: Die Achtjährige war gegen 16.15 Uhr mit dem Fahrrad auf dem Nachhauseweg von der Schule. Am Kreisverkehr wollte das Mädchen über den Fußgängerüberweg zur Mühlenstraße fahren. Kurz nach der Mittelinsel wurde es dann von dem Autofahrer angefahren. Das Mädchen stürzte und wurde leicht verletzt. Der Autofahrer hielt kurz an und fragte das Kind, ob alles in Ordnung sei - danach fuhr er allerdings weiter. "Allerdings konnte sich das Mädchen das Autokennzeichen merken, sodass wir den Fahrer, einen 61-Jährigen aus Oer-Erkenschwick, kurze Zeit später ermitteln konnten", sagt Polizeisprecher Michael Franz. Dem Kind gehe es aber gut.

Immer die Polizei rufen

Der Polizeisprecher erinnert in diesem Zusammenhang an einen ähnlich gelagerten Fall von vor einigen Tagen, bei der ein Autofahrer an der Forellstraße ebenfalls ein Kind erfasst und sich danach erkundigt hatte, das Kind aber weggelaufen war. "Bei Unfällen mit Kindern sollte man grundsätzlich die Polizei rufen", sagt Michael Franz. "Nur so kann man sich selbst Scherereien ersparen." Oft stünden Unfallopfer unter Schock, sodass Verletzungen erst später auffallen. "Um als Unfallbeteiligter auf der sicheren Seite zu sein und nicht ins Zentrum von Ermittlungen wegen Unfallflucht zu geraten, ist es besser, direkt die 110 zu wählen." Die Polizei kommt dann und nimmt den Unfall auf.
 
Die Polizei sucht nach Zeugen, die den Unfall am Kreisverkehr beobachtet haben. Hinweise unter Tel. 0800/2361111.
10 KOMMENTARE
01.06.18 09:03

Harald J

von Lopie

Sie scheinen ja auch nicht zu wissen dass man nicht über einen Zebrastreifen fahren darf. Passiert dabei ein Unfall liegt die volle Schuld beim radfahrer

01.06.18 10:16

Verstehe ich das richtig:

von yltjykyrny

Beim nächsten Mal, wenn ein Radfahrer vor meinem Pkw über einen Zebrastreifen die Straße quert, darf ich ihn ungebremst umnieten, weil die Schuld auf jeden Fall bei ihm liegt? Das finde ich super. Gilt das evtl. auch für Renter mit Rollator oder Erzieherinnen, die im Bollerwagen Kinder hinter sich her ziehen. Die (also Rollator und Bollerwagen) haben schließlich auch Räder.

31.05.18 08:09

Nein

von Lopie

Aber dann trotzdem selber schuld. Und ansonsten finde ich diesen Kreisverkehr mit der Schlaufe sehr gut, weil man gezwungen ist abzubremsen und nicht wie bei allen anderen Kreisverkehren alle wie irre dort "reinbrettern"

?

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