Stadtradeln: Bürger fahren wieder um die Wette

RECKLINGHAUSEN Vom 20. Mai bis 9. Juni ist es wieder soweit: Das Stadtradeln geht in die zweite Runde. Recklinghausen fährt Rad. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr treten Recklinghäuser in die Pedale, und zwar mit vielen deutschen Städten um die Wette.

  • „In die Pedale, fertig, los!“ heißt es beim Stadtradeln vom 20. Mai bis zum 9. Juni. Foto: Thomas Nowaczyk (Archiv)

In Teams aus mindestens zwei Personen geht es dann darum, innerhalb der drei Aktionswochen beruflich und privat möglichst viele Radkilometer zurückzulegen.

Die Teilnahme an der Stadtradeln-Aktion ist nur ein Baustein in den Bemühungen von Politik und Verwaltung, den Radverkehrsanteil bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent zu steigern. Aktuell liegt er noch bei rund 13 Prozent. Die Koalition aus CDU, FDP und Grünen hatte bereits vor einiger Zeit, die 20-Prozent-Marke als Ziel ausgegeben. Weitere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung sind die weitgehende Freigabe der Altstadt für den Radverkehr ab dem 1. Juni sowie der Bau einer Fahrradstation neben dem Bahnhof. Großer Beliebtheit erfreuen sich dort bereits seit August des vergangenen Jahres die zwölft abschließbaren Fahrradboxen. Vor allem Berufspendler nutzen das kostengünstige Angebot ihren Drahtesel geschützt und sicher unterstellen zu können.

Der offizielle Startschuss für das Stadtradeln fällt am Samstag, 20. Mai, um 11.15 Uhr am Recklinghäuser Rathaus. Dort eröffnet Bürgermeister Christoph Tesche den Wettbewerb mit einem öffentlichen Anradeln. Die etwa 30 Kilometer lange Tour durch die Stadt wird vom Recklinghäuser Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisiert und begleitet. Jeder ist eingeladen mitzufahren – selbstverständlich kostenlos.
„Wir freuen uns über jeden Teilnehmer. Alle, die Spaß am Radfahren haben, sind herzlichen willkommen. Egal ob groß oder klein, jung oder alt, Vielfahrer oder eher Stubenhocker“, sagt Simon Vogt, Nahmobilitätskoordinator der Stadt. „Wer bei der Eröffnungstour mitradelt, bekommt nicht nur eine Lenkerschleife fürs Fahrrad, sondern kann auch schon die ersten Kilometer in seinen Radelkalender schreiben.“

Am Ende des Aktionszeitraumes können sich diejenigen über tolle Preise freuen, die alleine oder im Team (Durchschnittswert) die meisten Kilometer zurückgelegt haben. Ausgezeichnet werden die 20 aktivsten Radfahrer sowie die Schulklasse, der Verein und das Team mit den meisten Kilometern.
„Nachdem wir im letzten Jahr für die Aktion durchweg positive Rückmeldungen erhalten haben, waren die Recklinghäuser Geschäfte und Unternehmen wieder sofort bereit, uns beim Stadtradeln mit Sach- und Geldpreisen zu unterstützen“, sagt Klimaschutzmanagerin Anne Wiesen. Die Preisverleihung ist für den 28. Juni geplant.

Mitmachen ist ganz einfach. Dazu gründet man ein Team oder schließt sich einem bestehenden an. Teilnehmen kann jeder, der in Recklinghausen wohnt, arbeitet oder zur Schule geht. Teams bilden können selbstverständlich auch Schulklassen, Unternehmen, Organisationen, Vereine, Stadtteile und Nachbarschaften. „Je mehr Teams mitmachen, desto besser“, wirbt Simon Vogt.

Ermittelt werden die engagiertesten Radler durch den Online-Radelkalender und wahlweise die Stadtradeln-App, in denen jeder seine mit dem Rad zurückgelegten Kilometer eintragen kann. Bei der Stadtradel-App ist auch ein GPS-Tracking möglich. Für Teilnehmer ohne Internetzugang gibt es einen Erfassungsbogen, der ausgefüllt entweder beim Teamkapitän oder bei den lokalen Koordinatoren wöchentlich abgegeben werden kann.
 
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