Theodor-Körner-Straße: Auseinandersetzung hat blutiges Nachspiel

RECKLINGHAUSEN Eine Auseinandersetzung unter jungen Männern auf der Theodor-Körner-Straße in der Nacht zu Dienstag hatte weitreichende Folgen. Am Ende nahm die Polizei sechs Personen fest, zwei mussten verletzt im Krankenhaus behandelt werden. Noch ist der komplette Tathergang nicht bis ins Letzte geklärt, daher werden Zeugen gesucht.

So viel weiß die Polizei bisher: Gegen 0.20 Uhr kam es auf der Theodor-Körner-Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei 18- und 19-jährigen Recklinghäusern mit drei zunächst unbekannten Männern. Einer der Unbekannten schlug den 19-Jährigen nieder. Dabei fiel dem 19-Jährigen das Handy aus der Tasche. Einer der Täter schnappte sich das Telefon, die Angreifer liefen in Richtung Südpark davon.

Verwandte des Opfers suchen Täter

Gut zwei Stunden später, gegen 2.20 Uhr, fand die Geschichte eine Fortsetzung: "Verwandte des Opfers hatten sich offenbar auf die Suche nach den Tätern gemacht, einer rief auch uns an", berichtet Polizeisprecher Michael Franz. Der Anrufer gab an, dass er einen der Täter auf einem Parkplatz an der Theodor-Körner-Straße festhalten würde. Auf dem Weg nach Süd trafen Polizeibeamte auf der Hochstraße in Höhe der Salentinstraße auf drei Männer, die einen vierten im Schwitzkasten mitschleiften. Gegenüber den Streifenbeamten erklärten die 22, 25 und 26 Jahre alten Männer, den Täter des Handyraubes übergeben zu wollen. Es handelte sich um einen 17-jährigen Recklinghäuser. Er hatte Verletzungen im Gesicht und Schnittwunden. Bei den drei Männern fanden die Beamten Messer und Schlagwerkzeuge auf, die sichergestellt wurden. Kurz darauf tauchte ein weiterer 17-Jähriger auf, der angab, zuvor ebenfalls von den drei Männern mit einem Messer verletzt worden zu sein. Auch er hatte Schnittverletzungen.

Statt Selbstjustiz besser 110 wählen

Die 22, 25 und 26 Jahre alten Männer wurden festgenommen und zur Wache gebracht, die beiden Verletzten wurden zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus gebracht. "Täter des Handyraubes dürften nach ersten Erkenntnissen die beiden 17-Jährigen sowie ein 18-Jähriger, den wir später ermittelt haben, gewesen sein", so Michael Franz. Auch diese jungen Männer wurden festgenommen. Die weiteren Ermittlungen zur Klärung des Vorfalls dauern an, nicht zuletzt hofft die Polizei auf Hinweise von Augenzeugen. "So ist beispielsweise noch unklar, wo das gestohlene Handy abgeblieben ist", sagt Polizeisprecher Franz. Grundsätzlich heißen die Beamten derartige Aktionen im Zuge von Selbstjustiz nicht gut: "Niemand sollte versuchen, mögliche Täter selbst festzuhalten, sondern immer den Notruf 110 zu wählen."
 
Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 0800/2361111 entgegen.
25 KOMMENTARE
25.04.18 08:31

Naja,

von micmuc

zumindest haben die Diebe erkennen müssen, das Diebstahl bestraft wird.
Hat doch auch was.....

24.04.18 20:42

Das nennt man Akzente gesetzt.

von Lars109

0

24.04.18 14:37

Sicher auf Selbstjustiz soll man in der Regel verzichten,

von Vladder

aber mittlerweile herrschen überall schon Zustände wie im Bürgerkrieg. Nicht umsonst haben nach 2015 die Deutschen sich bundesweit kleine Waffenscheine besorgt, während die Täter sich z.B. in einem Waffengeschäft auf der Bochumer Str. in Recklinghausen vollkommen ohne Probleme die größten und stabilsten Messer und andere tödlichen Waffen frei kaufen können. Dann sind diese Täter in der Regel noch in der Überzahl und kennen bei ihrer Gewalt auch keine Grenzen.
Man braucht sich doch nur einmal den Schwachsinn bildlich vor Augen zu führen. Die Täter kommen ins Krankenhaus und die welche zumindest einen davon dingfest gemacht und der Polizei ausgeliefert haben, werden verhaftet. Tollhaus Deutschland !


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