Westviertel: Polizei-Hubschrauber sucht Autoknacker

RECKLINGHAUSEN Für etliche Bewohner des Westviertels dürfte die Nacht zu Montag sehr unruhig gewesen sein: Bei der Suche nach zwei Autoknackern hat die Polizei auch einen Hubschrauber eingesetzt, der rund eine halbe Stunde über dem Ortsteil kreiste. Letztlich konnten die Täter jedoch entkommen.

Aber der Reihe nach: Ein Zeuge beobachtete gegen 1 Uhr zwei Männer, die auf der Hagemannstraße die hintere Seitenscheibe eines BMW einschlugen. Noch bevor sie zugreifen konnten, wurden die Täter von dem Zeugen aufgeschreckt und liefen über die Reitzenstein- und Vockeradtstraße davon.

Kurz darauf spürten Polizeibeamte die Männer an der Robert-Koch-Straße auf, wo sie ebenfalls einen BMW aufgebrochen hatten und sich dort versteckt hielten. Allerdings konnten die Autoknacker der Polizei entwischen und über einen Fußweg in Richtung Dorstener Straße laufen. Dort verlor sich nach Angaben von Polizeisprecher Michael Franz die Spur der Täter - obwohl die Beamten mit mehreren Kräften im Einsatz waren und der Hubschrauber, der eigens aus Düsseldorf angefordert worden war, ab etwa 1.45 Uhr das Westviertel aus der Luft absuchte.

"Später wurde eine Plastiktüte mit mutmaßlichem Diebesgut auf dem Fluchtweg der beiden entdeckt", berichtet Franz auf Anfrage der RZ. Auch wurde ein weiterer BMW-Aufbruch am Westerholter Weg entdeckt, der ebenfalls auf das Konto der Männer gehen dürfte.

Von den Tätern ist lediglich bekannt, dass sie etwa 1,75 Meter groß sind und dunkel gekleidet waren.
 
Hinweise von weiteren Zeugen nimmt die Polizei unter Tel. 0800/2361111 entgegen.
8 KOMMENTARE
05.04.16 20:46

Man, seid ihr lustig. Die Zahl der Wohnungseinbrüche hat einen Höchstwert der vergangenen 15 Jahre...

von ma(r)l sehen

Politik und Polizei bekommen das Problem der Einbruchskriminalität nicht in den Griff. Das belegt die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2015, die der "Welt" vorliegt. Demnach wurde beim Wohnungseinbruchdiebstahl mit 167.136 Fällen ein Rekordwert registriert. Das ist eine deutliche Zunahme um 9,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014.
Im vorvergangenen Jahr waren es 152.123 Fälle gewesen; schon damals hatte die Polizei den höchsten Stand der vergangenen 15 Jahre registriert – der nun noch einmal deutlich gestiegen ist.
Nur nach der Vereinigung lag die Zahl einheitsbedingt höher. 1993 gab es rund 227.000 Wohnungseinbrüche.
Überdurchschnittlich hoch war 2015 die Zahl der Wohnungseinbrüche in Hamburg (plus 20,2 Prozent), in Nordrhein-Westfalen (plus 18,1 Prozent) und in Niedersachsen (plus 13,1 Prozent).
http://www.welt.de/politik/deutschland/article153790063/Zahl-der-Wohnungseinbrueche-steigt-um-zehn-Prozent.html

06.04.16 09:31

Die Behauptung, Politik und Polizei bekämen

von yltjykyrny

das Problem der Wohnungseinbrüche nicht in den Griff, setzt an einem vollkommen falschen Punkt an. Fakt ist, dass die Wohnung laut Art. 13 GG unverletzlich ist, also grundsätzlich weder Politik, noch Polizei dort etwas zu suchen haben. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass jeder Mieter oder Wohnungsbesitzer dafür zuständig ist, seine Wohnung gegen unerwünschte Besuche zu sichern. Die alarmierenden Zahlen der Einbrüche können ja schlecht an einem halbwegs informierten Bürger vorbeigehen. Wer es trotzdem versäumt, selbst Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wer seine Terrassentür offen lässt, wenn er zum Einkaufen geht, wer Erdgeschossfenster besitzt, die man in drei Sekunden mit einem einfachen Schraubendreher öffnen kann, der sollte die Schuld nicht bei Polizei und Politik, sondern bei sich selbst suchen.

05.04.16 22:01

Zählt Autoknacken auch zum

von deletedbyeditors

Wohnungseinbruchdiebstahl?

?

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