Malteser: Neuer Mann an der Spitze

Als Jugendlicher engagierte er sich bei der Wasserwacht, inzwischen hat Dr. Wolfgang Polleichtner lieber festen Boden unter den Füßen. Die Leidenschaft, im Team zu helfen, ist geblieben. Der 40-jährige Petrinum-Studienrat ist neuer ehrenamtlicher Stadtbeauftragter der Recklinghäuser Malteser.

  • Feierliche Berufung in die Malteser-Familie: v.l. Mario Sandmann (Geschäftsführer und Dienststellenleiter), Matthias Krause (stellvertretender Stadtbeauftragter Recklinghausen), Dr. Wolfgang Polleichtner (Stadtbeauftragter), Herzog Rudolph von Croy (Diözesanleiter), Ulrich Hempel (Kreisbeauftragter) und Ursula Ansorge (Stadtbeauftragte Dorsten). --Foto: kleine

Im Rahmen einer Feierstunde wurde er von Diözesanleiter Rudolph von Croy in sein Amt berufen. Und der „Neue“ hat sich viel vorgenommen: „Wir wollen das Ehrenamt in Recklinghausen wiederbeleben.“ Nach dem plötzlichen Tod des Vorgängers hatte die katholische Hilfsorganisation ihr ehrenamtliches Engagement in der Festspielstadt zuletzt stark zurückgefahren. Heute zählt der Malteser-Hilfsdienst in Recklinghausen neben 45 hauptamtlich Beschäftigten und 2045 passiven Förderern nur noch 28 aktive Mitglieder. Das soll sich ändern. „Viele stehen schon in den Startlöchern“, weiß Dr. Wolfgang Polleichtner. Er selbst kam vor eineinhalb Jahren über den Schulsanitätsdienst am Gymnasium Petrinum, den er aufbaute, mit den Maltesern in Kontakt. Und war begeistert. Dass er gleich das Amt des Stadtbeauftragten übertragen bekomme, damit hatte er zwar nicht gerechnet, aber der Vertrauensvorschuss der Diözesanleitung ehre ihn und sei ein großer Ansporn. Jetzt will der Studienrat für Griechisch, Latein und Deutsch unter anderem das Schulsanitätsnetz weiter ausbauen. „Wir haben schon Anfragen von einigen Schulen.“ Auch den Katastrophenschutz will Wolfgang Polleichtner mit seinem Team – und den rührigen Malteser-Kollegen aus Haltern – wiederaufbauen. „Früher hatten wir hier ganze Katastrophenschutzzüge“, erinnert sich Matthias Krause. Der 43-jährige Arzt ist seit über 25 Jahren mit dem „Malteser-Virus“ infiziert. Als neuer Stellvertreter steht er dem Stadtbeauftragten in Zukunft zur Seite. Mario Sandmann, hauptamtlicher Dienststellenleiter des Vereinssitzes im Prosper-Ärztehaus an der Mühlenstraße und seit gestern ehrenamtlicher Geschäftsführer, komplettiert das neue Team. Neben den Vertretern befreundeter Hilfsorganisationen freute sich auch Malteser-Kreisbeauftragter Ulrich Hempel, dass die Arbeit vor Ort wieder gestärkt wird. „In der heutigen Wohlstandsgesellschaft ist es wichtiger denn je, auch auf die Schattenseiten des Lebens zu schauen“, betonte Malteser-Diözesanleiter Rudolph Herzog von Croy. Die Malteser müssten sich in Zukunft für neue gesamtgesellschaftliche Aufgabenfelder rüsten, dazu zähle auch das große Thema Demenz.
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