Röllinghausen: Schützen setzen beim Vereinsheim-Bau auf Eigenleistung

RECKLINGHAUSEN. Erst kürzlich gab die Stadt nach einigem Hin und Her grünes Licht für die Bewilligung eines 30 000-Euro-Zuschusses an die Gilde Röllinghausen zum Bau des geplanten Vereinsheimes mit sechsbahnigem Schießstand. Nun vollzogen die Grünröcke schon den ersten Spatenstich.

Der Neubau mit einer Grundfläche von 260 Quadratmeter entsteht nach den Plänen des Castroper Architekten Rainer Leibrandt im Geländebereich der Bezirkssportanlage an der Klarastrasse. Der Tagungsraum soll 120 Besuchern Platz bieten. Die Umsetzung der notwendigen Arbeiten wird weitestgehend in Eigenleistung vorgenommen, wenngleich man sich, so Johannes Quinkenstein vom Bauausschuss des Bataillons, auch der Unterstützung verschiedener Firmen des Röllinghäuser Umfeldes gewiss ist. Außerdem haben bereits Unternehmen aus dem Gewerbegebiet an der Schmalkalder Straße ihre Hilfe zugesichert. Die Gilde schätzt, dass ihr neues Domizil bis zum kommenden Jahr fertiggestellt sein wird. Augenblicklich wird noch über die Art der Frontverkleidung beraten. Die Gesamtkosten des Projektes bezifferte Geschäftsführer Heinz Arns auf 150 000 Euro. Bürgermeister Wolfgang Pantförder, ein starker Befürworter des Bauvorhabens, lobte die Initiative der Schützen und bezeichnete sich selbst als großer Anhänger des Vereinslebens sowie der Brauchtumspflege, weil unsere Gesellschaft seiner Einschätzung folgend Halt und Orientierung brauche, um den geänderten Ansprüchen des Lebens gerecht zu werden: „Und hier sind Vereine und Institutionen enorm wichtige Bindeglieder!“
1 KOMMENTAR
21.04.10 23:16

Eine sinnvolle Investition

Unsere notleidende Stadt hat bekanntlich kein Geld mehr für notwendige Dinge. Wie z.B. für die Reparatur riesiger Schlaglöcher am Anfang der Bochumer Straße. Aber 30 Mille werden mal eben locker gemacht für ein Lach- und Schießdomizil eines privaten Vereins antiquierter Grünröcke. Ach ja, der Brauchtumspflege soll das dienen. Weil unsere Gesellschaft Halt und Orientierung braucht, um den geänderten Ansprüchen des Lebens gerecht zu werden. Wie bitte? Bedarf es dazu regelmäßiger Schießübungen einiger Vereinsmeier mit dem anschließenden traditionellen Genuss von Gerstenbräu? - Ach nein, das habe ich bestimmt falsch verstanden. Es soll wohl eine neue Bürgerwehr errichtet werden. Eine, die unsere unterbesetzte Polizei bei der Bekämpfung der zunehmenden Räubereien auf unseren Straßen entlastet. Na, da wird der Recklinghäuser Steuerzahler sicher froh sein, dass sein Geld so sinnvoll ausgegeben wurde.

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