Gelsen-Net begründet: Glasfaser für Oberwiese? Theoretisch ja, aber nicht jetzt

WALTROP In der Theorie klingt die Idee der Waltroper CDU gut, den äußersten Süd-Westen der Stadt im Zuge des Glasfaser-Ausbaus im angrenzenden Castrop-Rauxel mit ans schnelle Internet anschließen zu lassen. In der Praxis scheitert sie an einem einfachen Umstand.

  • Ein Kabelbündel aus Glasfaserkabel

    Ein Kabelbündel aus Glasfaserkabel. Foto: Jan Woitas/Archiv

Bis mindestens 2021 hat Netzanbieter Gelsen-Net, der aktuell Waltrops Nachbarstadt erschließt, keine Kapazitäten frei, um auch Waltroper Haushalte in der „langsamen“ Hebewerk-Siedlung ans schnelle Glasfaser-Netz zu hängen. Das sagt Gelsen-Net-Sprecher Markus Lübbers auf Nachfrage unserer Redaktion.
Das soll freilich nicht heißen, dass Gelsen-Net grundsätzlich nicht interessiert daran ist, auch den äußersten Waltroper Süd-Westen mit schnellem Internet zu versorgen. Aber eben nicht kurzfristig. Man müsse aktuell über 250 Kilometer Glasfaserleitungen in Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herten verlegen, begründet Markus Lübbers. Damit sei sein Unternehmen absolut ausgelastet. Hoffnung könnte es ab 2021 geben. „Dann könnten wir auch das umliegende Gebiet vertrieblich angehen“, glaubt der Gelsen-Net-Sprecher.


Viele Beschwerden


Hintergrund: Seit Jahren beschweren sich Anwohner der Hebewerk-Siedlung, dass Oberwiese in vielerlei Hinsicht ein abgeschnittener Stadtteil sei. Es geht um Kita-Plätze, um den ÖPNV oder ganz aktuell um die Hebewerk-Brücke. Das nicht vorhandene, schnelle Internet via Glasfaser ist also nur ein Aspekt von vielen.
Die heimische CDU hat sich nun Gedanken gemacht, wie den Oberwiesern zu helfen ist und einen entsprechenden Antrag an die Stadtverwaltung gestellt. Inhalt: Man möge Kontakt zu Gelsen-Net aufnehmen und prüfen, inwieweit es möglich ist, im Rahmen des Glasfaser-Ausbaus in Castrop-Rauxel insbesondere die Wohnbereiche des Hebewerks an das Gigabit-Glasfasernetz anzuschließen.
Unsere Redaktion hat das gestern bereits getan. Leider verspricht das Ergebnis zumindest keine kurzfristige Abhilfe...
4 KOMMENTARE
26.05.19 14:59

Och,

von B_S

dafür dass die CDU erst vor zwei Wochen mitbekommen hat, dass wir da in Oberwiese ein massives Problem haben, hat sie diesmal doch schnell reagiert. LOL.

Woher sollten sie es denn auch wissen? Laut Waltroper Zeitung ist doch bei uns alles bestens. Konnte man doch noch im Januar nachlesen, Geschwindigkeiten von 50 - 100 Mbit/s soll es bei uns geben.

Weiß jetzt auch nicht warum sich dann alle hier beschweren. Muss wohl jemand auf der Leitung stehen. zwinkern

25.05.19 18:29

Ja, ja, die CDU machts

von AndreasWalgenbach

Die Oberwieser haben hier die Initiative selbst in die Hand genommen. Mit den Wirtschaftsförderern der anliegenden Städte, der WIN, Unitymedia, Innogy und Gelsen Net Kontakte aufgenommen, immer wieder auf die Situation hingewiesen, auf das Bewusstsein für interkommunale Zusammenarbeit bei der Erschließung mit schnellen Internet hingewirkt. Der Antrag zur TO im StaWi, sich mit dem Internet-Ausbau, auch speziell in Oberwiese zu beschäftigen, kam nicht von der CDU. Das die CDU sich hinstellt und als Macher darstellt ist nicht richtig und nur Wahlkampf. Gut ist das durch die Initiative der Oberwieser nun Bewegung in die Sache kommt, wenn die CDU da helfen kann und z.B. die "guten" Kontakte zur Landesregierung nutzt, wird das von der Oberwiesern sehr gerne angenommen. Ich spreche hier auch von Oberwiesern die z.B. auf den Höfen und der Oberwieser Stiege und der Schwarzen Kuhle wohnen. Helft uns alle Anschluss zu bekommen, real über die Brücke und virtuell über Internet.
Andreas Walgenbach

25.05.19 11:07

Ja, ja, die CDU macht es

von AndreasWalgenbach

Die Oberwieser haben hier die Initiative selbst in die Hand genommen. Mit den Wirtschaftsförderern der anliegnden Städte, der WIN, Unitymedia, Innogy und Gelsen Net Kontakte aufgenommen, immer wieder auf die Situation hingewiesen, auf das Bewusstsein für interkommunale Zusammenarbeit bei der Erschließung mit schnellen Internet hingewirkt. Der Antrag zur TO im StaWi, sich mit dem Internet-Ausbau, auch speziell in Oberwiese zu beschäftigen, kam nicht von der CDU. Das die CDU sich hinstellt und als Macher darstellt ist nicht richtig und nur Wahlkampf. Gut ist das durch die Initiative der Oberwieser nun Bewegung in die Sache kommt, wenn die CDU da helfen kann und z.B. die "guten" Kontakte zur Landesregierung nutzt, wird das von der Oberwiesern sehr gerne angenommen. Ich spreche hier auch von Oberwiesern die z.B. auf den Höfen und der Oberwieser Stiege und der Schwarzen Kuhle wohnen. Helft uns alle Anschluss zu bekommen, real über die Brücke und virtuell über Internet.
Andreas Walgenbach

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