Politischer Aschermittwoch: Wenn Bröggel-Berry mehr Prozent als die SPD hat

Waltrop Man müsse es wohl akzeptieren, stellte der designierte Parteivorsitzende des Waltroper SPD, Marcel Mittelbach, beim Politischen Aschermittwoch fest: „So eine Flasche Bröggel-Berry hat inzwischen mehr Prozent als die SPD.“ Mit Selbstironie geizten die sozialdemokratischen Protagonisten auf der Bühne im Yahoo keinesfalls – aber auch nicht mit Seitenhieben gegen die Bürgermeisterin.

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    „Irmchen“ und „Trudi“ alias Conny Dinse und Monika Mühle haben für einige „Zwischen-Lacher“ gesorgt. Foto: Martin Behr

„Was geht hier im Ort? Viele wünschen sich Frau Moenikes fort“, reimte Mittelbach sehr zur Freude der SPDler im Publikum. Es war längst nicht die einzige Breitseite gegen die Bürgermeisterin der CDU. Von Irrläufen durchs unstrukturierte Rathaus, morgens stets Kaffee trinkenden Beamten und großen Worten, die sich am Ende doch eher als heiße Luft entpuppten („B474n jetzt!“) witzelten Mittelbach und seine Parteifreunde.

„Irmchen“ und „Trudi“ machen Dampf

Während sich „Irmchen“ und „Trudi“ alias Conny Dinse und Monika Mühle auf der Bühne als schlagfertige Haushälterinnen verdient machten, hatte AfA-Vorsitzender Axel Heimsath im Zwiegespräch mit dem zukünftigen Parteichef noch einen unmissverständlichen Rüffel parat, der an den eigenen Vorstand gerichtet war.
Nur zum Arbeiten werde man geholt, warf Heimsath unter anderem vor und setzte hinterher: „Wie vieles besser laufen kann, schaut euch mal das KiJuPa an!“ Marcel Mittelbach nahm die Botschaft offenkundig zur Kenntnis und gelobte Besserung.

Einen Seitenhieb hatte er indes auch noch für die eigene Mutterpartei in Berlin parat. „Weg mit ,ätschi-bätschi’ und ,in die Fresse’“, forderte Mittelbach, der seine Partei sanieren will – von unten nach oben. An der Basis in Waltrop gehe es los.
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