Verzögerung am Hebewerk: Neue Brücke wird erst Wochen später montiert

Waltrop Hiobsbotschaft für alle Pendler, die regelmäßig über die Hebewerksbrücke fahren müssen: Die Bauarbeiten verzögern sich um Wochen. Vermutlich Anfang November wird die neue Brücke erst montiert und wieder befahrbar sein – etwa sieben Wochen später als geplant.

» zurück zum Artikel

15 KOMMENTARE
15.09.17 15:10

Nicht vom Schreibtisch aus

von derwobescheidweiss

Ich bin ja nur ein interessierter (kritischer ) Bürger.
Ich stelle mir eine Planung aber so vor, dass ein Ingenieur die Strecke abgeht,
Brücken auf Tragfestigkeit prüft, ggf. statisch mal nachrechnet, lichte Höhen begutachtet und Verkehrsinseln begutachtet.
Lese jetzt aber aus den Kommentaren, dass das ganze wohl nur am Computer bei einer Tasse Kaffee gemacht wird.
Ok, dazu kann ich fundiert was sagen:
Der Computer ist nur so gut wie die Daten sind über die er verfügt.
EDV Slang: Mist rein-Mist raus

18.09.17 10:35

Keine hunderprozentige Sicherheit

von Troubled_Waters

Ausschließlich vom Schreibtisch aus erfolgt eine derartige Planung sicherlich nicht - Ihre diesbezüglichen Spekulationen schlagen fehl. Brückenbauunternehmen stimmen sich sehr wohl im Vorfeld mit den Speditionen ab. Die Speditionen fahren auch sehr wohl vorher die Strecken ab, die mitunter kreuz und quer durch die Republik führen. Ein Weg von Magdeburg ins Ruhgebiet ist dabei noch das Harmloseste. Auch Nachrechnungen, deren Umfang höchst unterschiedlich ausfallen kann, werden getätigt. Und trotz aller Vorsicht geschieht es, dass ein Bauwerk kurz vor "Toresschluss" nicht mehr für den Transportweg zur Verfügung steht (und auch durch Nachrechnung nicht mehr zu "heilen" ist). Dieser Umstand geht dann mitunter erst aus dem recht kurzfristigen Bescheid hervor. Eine hundertprozentige Sicherheit gegen alle Unwägbarkeiten des Lebens gibt es nirgendwo.

14.09.17 17:38

Sperrung

von bm-waltrop

wird noch erheblich länger dauern. Wenn in Kürze die Lukasbrücke abgerissen und nach erfolgter Kanalverbreiterung, Bau neuer Brückenfundamente eine erheblich längere und breitere Brücke montiert werden soll, muss diese natürlich auch angeliefert werden. D.h. umfangreichere Bauarbeiten + Brücke größer x breiter x höher x Transportprobleme ergibt eine wesentlich längere Sperrung der Straße. Tolle Aussichten.

14.09.17 17:19

Fakt

von bm-waltrop

ist, eine Terminangabe wurde mitgeteilt. Dieser Termin wurde anscheinend von der Putzfrau durch lesen des Kaffeesatzes ermittelt und an die Pressestelle weitergeleitet. Da dieses die erste Brücke in Deutschland ist, Straßen, Brücken, Verkehr und sonstiges erst gestern vom Himmel fiel kann es natürlich keine Erfahrungswerte geben. Da die vorgenannten Probleme absolut "NEU" sind kann es natürlich auch keine Fachleute zur Zeitplanung und zur Lösung geben. Das Einplanen von Sachen welche noch nie da waren ist schließlich unmöglich. Wir als Bürger müssen nur Angst haben das uns einmal der Himmel auf den Kopf fällt. Was Neu wird wird alles besser. In jedem Menschen schläft das Gute, weckt es bloß nicht auf. Ein Zitronenfalter faltet Zitronen und eine Volksvertreter (ver) - tritt das Volk.

14.09.17 15:00

Ich bleibe dabei

von derwobescheidweiss

Zur ordentlichen Planung gehört immer ein Plan B.
Wie schon gesagt, dieser Umstand unterscheidet
ein Preiswertes von einem billigen Planungsbüro.

14.09.17 15:23

Wer lesen kann ...

von Troubled_Waters

... ist klar im Vorteil.
Noch einmal zur Verdeutlichung: Die Beantragung des Schwertransportes liegt nicht in der Hand des Tragwerks- oder Entwurfsplaners. Sie erfolgt durch den ausführenden Transporteur bzw. dessen Bevollmächtigten. Dieser hat Zugriff auf das "Verfahrensmanagement für Großraum- und Schwertransporte" (kurz VEMAGS). Über dieses System ist der Transport zu beantragen. Einen Transport schon sehr früh zu beantragen und zudem für alternative Routen, hilft hier nicht weiter, da er aufgrund der Unwägbarkeiten nur für einen begrenzten Zeitraum genehmigt wird. Die Vorgehensweise ist bundeseinheitlich, die Vorgaben für den Transport sind jedoch lokal sehr unterschiedlich. Mit billiger oder teurer Planung hat es nicht im Geringsten etwas zu tun.
Der Eine weiß halt Bescheid, der Andere ist "derwobescheidweiss".

13.09.17 07:34

Planung ist alles

von derwobescheidweiss

Zum Thema Planung des Transportes:
Meines Erachtens gibt es zwei Sorten Planungsbüros.
Billige und Gute
Das Gute plant den Gotthardtunnel.
Ergebnis: 300 Millionen weniger und 1 Jahr eher fertig
Das Billige plant BER.
Ergebnis: 3 Mal so teuer und wann fertig weiß keiner.

Welches von beiden hat wohl diese Projekt geplant?

14.09.17 08:44

Die Schwertransporte plant...

von Troubled_Waters

... die beauftragte Spedition anhand der festgelegetn Bauteilabmessungen und -gewichte. Sie plant sehr aufwendig eine entsprechende Route und stellt die zugehörigen Anträge bei den zuständigen Behörden. Von diesen Behörden (Achtung, Mehrzahl und je nach Länge des Transportweges auch Vielzahl!!!) erhält sie dann jeweils Bescheide für die betroffenen Teilstrecken. Aus den Bescheiden gehen zu beachtende Auflagen hervor (z.B. Streckensperrungen, Durchfahrtsbeschränkungen, Lastbeschränkungen, erforderliche gesonderte Nachweise für einzelne Brückenbauwerke). Häufig erfährt der Fuhrunternehmer auch erst im Nachgang zur bereits erteilten Genehmigung sehr kurzfristig von einer Brückensperrung für Schwertransporte, z.B. weil sich die Situation durch Ergebnisse einer aktuellen Bauwerksprüfung geändert hat. Dann muss die Route geändert werden - mit einer entsprechenden Antragsflut. Das Zeitfenster für einen solchen Transport ist zudem befristet. Dauerhafte Freigaben werden da nicht erteilt. Dar marode Erhaltungszustand vieler Brückenbauwerke erschwert bereits seit geraumer Zeit die Planung von Schwertransporten. Ganz gravierend waren z.B. die Transporte der neuen Lennetalbrücke in Hagen davon betroffen. Jeder Disponent einer betroffenen Spedition kann ein Lied davon singen. Mit billiger oder teurer Planung seitens Wasserstraßenneubauamt, Bauunternehmen oder Planungsbüros haben diese Unwägbarkeiten nichts zu tun - und mit Gotthardtunnel und BER ohnehin nicht.

12.09.17 19:58

Zeitfenster

von WurdeWiederNix

Da bleibt ja jetzt genug Zeit bei ausbleibendem Verkehr die Recklinghäuser Straße zu sanieren. WZ bitte thematisieren!

12.09.17 10:29

Das Einschwimmen...

von Troubled_Waters

...der Lukasbrücke wurde hier bereits in den Kommentaren zu einem früheren Bericht erschöpfend thematisiert. Dieser Gedankengang ist nach wie vor unsinnig.
Anderes Thema:
Würde sich hier irgendeiner der Kommentatoren ein wenig mit der Beantragung, der Bewilligung, den Auflagen, den Zeitfenstern und den Randbedingungen für Schwertransporte auskennen, wüsste er auch, wie sinnbefreit die vorstehenden Kommentare wären.

12.09.17 10:16

Termin

von bm-waltrop

Danke liebe Waltroper Zeitung, dieser Bericht in der Internetausgabe war m.W. der erste mit Terminangabe einer geplanten Fertigstellung.

12.09.17 10:13

Das Einschwimmen

von bm-waltrop

der alten Lukasbrücke an die Baustelle am Hebewerk wäre schneller gewesen.
( technisch einwandfreie Lukasbrücke wird demnächst abgerissen, da zu kurz, nach Kanalverbreiterung.) Aber "Nein" es mußte ja ein Stück neue Landebahn des Berliner Flughafens sein. Also wieder einmal Planung in Vollendung, eine deutsche Meisterleistung.

12.09.17 08:06

Bin froh

von derwobescheidweiss

Sind wir doch erstmal froh das, trotz Planung über die öffentliche Hand,
dass Bauvorhaben nicht 10 mal so teuer wird wie geplant. zwinkern

12.09.17 20:34

Sorry,

von schneekiller1

aber über die entstehenden Kosten hat noch niemand gesprochen, dass kommt erst im Anschluss!

12.09.17 06:37

Planung ist alles

von NRW123

Na da scheint ja mal wieder jemand ganze Arbeit geleistet zu haben.

ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    12. September 2017, 06:07 Uhr
    Aktualisiert:
    24. September 2017, 03:34 Uhr
  • Orte: