Altes Kraftwerk: E.ON vor Gericht

WALTROP/DATTELN Das alte Kohlekraftwerk von E.ON soll, wie berichtet, im Dezember seine Betriebsgenehmigung verlieren. Gegen diese Entscheidung von Bezirksregierung und Landesumweltministerium geht E.ON nun mit harten Bandagen juristisch vor.

  • Kohlelager Kraftwerk

    Das Kohlelager des Altkraftwerks. Foto: Kalthoff Foto: Andreas Kalthoff

E.ON-Sprecherin Franziska Krasnici bestätigte, dass der Energiekonzern nicht weiter auf eine außergerichtliche Einigung setze. E.ON will seine 2011 eingereichte Klage durchfechten – vorm Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster. Dort ist der achte Senat inzwischen so etwas wie ein Kraftwerkssenat geworden.

Zuletzt hat er sich mit der Klage gegen den E.ON-Mitbewerber Trianel befasst, jetzt steht nach Angaben des Vorsitzenden Richters Dr. Ulrich Lau die Klage von E.ON gegen die Genehmigungsbehörden auf dem Plan. Wann Verhandlung und Urteil zu erwarten seien, konnte er noch nicht sagen.

Im Anschluss an dieses Verfahren muss E.ON wohl im Juni wieder vorm achten Senat einen Streit an der Seite der Bezirksregierung ausfechten: Umweltschützer wollen dann auch die letzten noch bestehenden Genehmigungen fürs neue Dattelner Kraftwerk zu Fall bringen. Der Ausgang gilt als völlig offen.
8 KOMMENTARE
23.02.12 14:58

netze

von polat

Das was eon da geplant hat ist natürlich schwachsinnig. Aber, wenn da jetzt schon ein Kraftwerk steht, kann man es auch weiterbauen lassen. Diese entscheidungen müssen von Anfang an feststehen ob das Ding gebautz werden kann oder nicht. Das mit Ausnahmezustand bin ich absolut anderer Meinung. Letzten Monat lagen die Temperaturen bei minus 20°C.Sind denn unsere Netze aus richtigen Materialien aufgestellt? Damit möchte ich auch sagen, dass diese Netze zusätzlich mit erneuerbaren Energiequellen als Transport genutzt werden. Sind die dafür überhaupt ausgelegt? NEIN!! Wenn ein Bauer eine Anlage installiert und diese ins Netz einspeisen möchte, muss der Strom bis zur Ortsnetztrafo fließen um von dort aus weiter zu kommen. Bei einer Leitungslänge von 1km (zwischen Bauernhof und Ortsnetztrafo) hat man einen Spannungsfall von 10-20V. Jetzt nochmal eine andere Frage: lohnt sich das denn eine riesen Anlage zu installieren, wenn der Transfort über die üblichen Leitungen transportiert werden soll? Wie lange halten die Leitungen diese Überlastung den aus? und wie sieht die ganze geschichte aus wenn wir draußen minus 20°C haben?
LG

23.02.12 08:40

mal ehrlich?

Als EON erklärte das Kraftwerk stillzulegen wurde über das neue Kraftwerk vielleicht EON Intern nachgedacht was neues zu bauen aber es gab wie bekannt ist kein Unterschriftreifen Plan/Genehmigung usw .Ich gehe auch immer davon aus 6 richtige auf dem Lottoschein angekreuzt zu haben aber den Porsche bestelle ich trotzdem erst wenn die Kohle auf dem Konto ist, oder? Und Münster war wohl eher eine Ausnahmesituation. Da ist fehlerhafter Stahl an den Oberleitungen festgestellt worden denen die Kälte den gar ausgemacht haben. Das gleiche Problem gibt es im Brückenbau. Sie Hebewerksbrücke.
Unseren Propagandanachrichten glaube ich persönlich schon lange nichts mehr. Da wird auch Propagiert das CO2 schuld am Klimawandel ist den es so gar nicht gibt und z.T. Politiker, die haben auch behauptet die Renten sind sicher und der Soli ist nur auf Zeit.
Papier ist geduldig und Politiker lügen jeden Tag das blaue vom Himmel. Wenn es so schlimm um unsere Netze bestellt ist wird es endlich Zeit die Betreiber zum Ausbau zu verpflichten. Genug Geld haben sie dazu verdient. Aber das Problem ist das fast jeder Politiker in Aufsichtsräten besagter Firmen sitzt und sich selten selbst ins Knie schießt.

23.02.12 06:53

Eon

von polat

Die sind ja davon ausgegangen dass der neue ans netz geht und der alte runterfährt. Ich stecke selber im bereich energieversorgung und kann ihnen garantieren,dass unsere netze im schlechten zustand sind. Schauen sie sich bitte im internet die nachrichten über netze und verteilung an. Da haben sogar politiker gesagt,dass unsere netze besonders im niederspannungsbereich erweitert werden müssen. Das mit licht aus gehen können sie die menschen in münsterland nachfragen. Die haben bei einer kälte einen netzzusammenbruch erlebt und mussten millionen investieren um so etwas in der zukunft zu vermeiden.
Lg

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