Oliver macht Stand Up Paddling: Steh auf, wenn Du Surfer bist!

Serie Es gibt sie überall. Eigentlich gehört jeder dazu. Zu den VIPs. Damit meinen wir allerdings nicht die „Very Important Persons“, die auf roten Teppichen ’rumstöckeln, sondern die „Very Interesting Persons“, die uns im Bus, an der Supermarktkasse oder im Schwimmbad begegnen. Wir stellen Euch in dieser Scenario-Reihe junge Menschen vor, die ganz klar VIPs sind. Heute: Oliver.

  • VIP Oliver Stand Up Paddling

    Was hier bei Oliver so lässig aussieht, ist eigentlich ein knallhartes Ganzkörpertraining: Stand Up Paddling macht trotzdem Spaß. Foto: Katharina Lenger

Stand Up Paddling (SUP) – so heißt der neue Trendsport für den nächsten Sommer. Doch auch jetzt in der kälteren Jahreszeit wagt sich der ein oder andere Surfer mit Neoprenanzug, Surfboard und Paddel raus aufs Wasser. Oliver Lynen (22, Marl), zum Beispiel. Er betreibt den Sport seit fast zwei Jahren im Marler Kanu-Club, den seine Familie gegründet hat. Dort trainiert er auf dem Wesel-Datteln-Kanal für die Meisterschaften. Doch als Sportwart trainiert er auch andere Mitglieder und organisiert Touren auf der Lippe oder am Stadthafen in Recklinghausen Süd.
Das deutsche Wort „Stehpaddeln“ trifft das Stand Up Paddling ganz gut. Es ist eine Wassersportart, bei der man aufrecht auf einem Surfbrett steht und mit einem Paddel paddelt.
Ursprünglich stammt der Sport von der Südseeinsel Hawaii. Dort war er zunächst den Königen vorbehalten, doch später nutzten ihn auch die Fischer zum Jagen. Profi-Surfer entdeckten den Sport vor zehn Jahren wieder und nutzen ihn, um auch im Winter fit zu bleiben.

"Jeder kann diesen Sport ausüben"

„Der Vorteil bei diesem Sport ist, dass ihn einfach jeder ausüben kann“, erklärt Oliver. Bestimmte Voraussetzungen – außer schwimmen zu können, falls man doch mal vom Board fällt – sind nicht notwendig. Kinder haben es sogar leichter das Board zu steuern, weil sie kleiner und leichter als Erwachsene sind. Doch auch Erwachsenen fällt es nicht schwer, Herr über das Board zu werden.
„Anfangs setzt man sich auf das SUP-Board und paddelt einige Meter auf den Knien, um das Surfbrett kennenzulernen. Doch schon nach wenigen Minuten kann man im Stehen paddeln, wie es im Stand Up Paddling üblich ist“, erläutert Oliver.
Grundsätzlich ist das Stand Up Paddling ein Ganzkörpertraining. Beim Training wird vor allem die Paddeltechnik geübt und die Stabilität auf dem Board verbessert. Doch auch Tricks, wie der Kopfstand auf dem Board gehören dazu. Diese Wassersportart ist einfacher als das normale Surfen, weil man bereits auf dem Board steht, wenn die Welle kommt und man nicht mehr anpaddeln muss. Wellenreiten auf dem Meer und auf Flüssen oder Surfen auf den Kanälen ist aber genauso möglich.

Der Schnellste auf einem aufblasbaren Board

Der 22-jährige Profi-Surfer Oliver nimmt auch an Wettkämpfen teil und konnte schon so einige Siege einheimsen. Unterstützt wird er dabei von dem i-SUP-Verleih NRW, der ihm auch das Surfboard sponsort, und von dem Team Freak-Kajaks. Bei den Landesmeisterschaften belegte er bei einer Strecke von neun Kilometern den zweiten Platz und bei den Deutschen Meisterschaften in Köln schaffte er es auf den 19. Platz in seiner Startklasse. Allerdings war er dort der Schnellste auf einem sogenannten i-SUP, einem aufblasbaren Board aus Kunststoff. Seine längste Strecke, ein Marathon von 53 Kilometern, paddelte Oliver von Köln nach Düsseldorf auf dem Rhein entlang und das in vier Stunden und fünfzehn Minuten. Doch die Saison ist noch nicht vorbei, denn auch im Winter wagt sich der Surfer mit seinem Board und Neoprenanzug auf die Gewässer in Nordrhein Westfalen. Neben seinem Maschinenbau-Studium trainiert der Sportler gerade für vier weitere Rennen, die im Winter stattfinden.
 
Kennt Ihr junge Menschen (max. 24 Jahre), die „Very Interesting Persons“ sind und deren Geschichte wir hier auf Scenario erzählen sollen? Dann schreibt uns an scenario@medienhaus-bauer.de und gebt uns einen Tipp!