Borussia Dortmund

BVB-Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl: „Uns alle umtreibt eine gewisse Unsicherheit“

Zum Auftakt der Rückrunde wird in der Fußball-Bundesliga mehr über das Coronavirus gesprochen als über sportliche Themen. Sebastian Kehl spürt eine gewisse Unsicherheit.
Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung von Borussia Dortmund, spricht über den Umgang des BVB mit der aktuellen Corona-Lage. © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Der Start in die Rückrunde steht bevor: Borussia Dortmund trifft zum Auftakt am Samstag auf Eintracht Frankfurt (Anstoß 18.30 Uhr). Im Rahmen einer Medienrunde hat Sebastian Kehl, Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, Auskunft über die verletzten Spieler, potenzielle Winter-Transfers sowie den Umgang mit der aktuellen Corona-Situation gegeben.

Sebastian Kehl über…

… die kurze Winterpause: „Es hat gutgetan, ein paar Tage durchzuschnaufen. Es war ein intensives erstes halbes Jahr. Der Monat Dezember war sportlich betrachtet auch nicht unser bester Monat. Trotzdem habe ich bei den Jungs eine große Motivation gesehen und große Vorfreude auf das, was uns erwartet. Wir haben noch einige Ziele.“

… die Bewertung der Hinrunde: „Nach dem Hertha-Spiel habe ich dafür die Begrifflichkeit ‚okay‘ benutzt. In der Liga haben wir mit 34 Punkten auf Tabellenplatz zwei eine sehr ordentliche Platzierung, aber nicht diese überragende Saison gespielt, die es gebraucht hätte, um die Bayern länger in Schach zu halten. In der Bundesliga waren wir nicht ganz zufrieden.“

… die aktuelle Corona-Lage: „Uns alle umtreibt da eine gewisse Unsicherheit, egal wo man sich da in der Welt aufhält, ob vor der Haustür oder im Urlaub ganz weit weg. Die Spieler sind insgesamt sehr verantwortungsbewusst durch die ganze Zeit gegangen. Mit den zwei aktuell bekannten Fällen bei uns sind wir ganz gut aufgestellt. Das sieht bei anderen Vereinen nicht anders aus. Jemandem Vorwürfe zu machen, wäre jetzt nicht gerechtfertigt. Diese Dinge werden uns in den kommenden Wochen und Monaten aber noch beschäftigen.“

… den Umgang des BVB mit der Situation: „Wir sind die ganze Zeit schon sorgsam mit der Situation umgegangen. Wir haben die Zeit direkt nach dem Hertha-Spiel direkt genutzt, um den Großteil der Mannschaft zu boostern. Staff und Trainerstab sind nahezu komplett durchgeboostert. Impfen und dann boostern: Das muss auch der Slogan für die nahe Zukunft sein.“

… die ersten Spiele der Rückrunde: „Die nächsten Wochen bieten viele Chancen mit Spielen gegen die direkte Konkurrenz. Gegen Frankfurt können wir unsere Tabellensituation weiter stabilisieren und vielleicht auch nach vorne ein paar Punkte gut machen. Sowohl in der Liga als auch in den anderen Wettbewerben den Kampf nicht aufgegeben.“

… das Personal: „Manuel Akanji ist im Lauftraining, allerdings noch nicht so weit, dass er am Wochenende eine Option ist. Wir sind aber zufrieden, er ist voll im Soll. Rapha Guerreiro hat trainiert und auch Gio Reyna hat Teile des Trainings mitabsolviert.“

… mögliche Transfers im Winter: „Das Transferfenster ist noch eine Weile geöffnet. Es ist aber nicht so, dass wir mit aller Macht versuchen, Transfers umzusetzen. Durch die Verletzungen in der Hinrunde hatten wir noch gar nicht die Möglichkeit zu zeigen, was der Kader mit voller Besetzung in sich trägt.“

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