Borussia Dortmund

BVB-Profi Emre Can: „Wir leben als Team von den Zuschauern“

Hinter Emre Can liegt eine enttäuschende EM. Im BVB-Trainingslager spricht der Mittelfeldspieler über seine DFB-Zukunft, die Erwartungen an die neue Saison und das wichtige Thema Impfen.
Emre Can stand den Medienvertretern in Bad Ragaz Rede und Antwort und äußerte sich unter anderem zur enttäuschenden Europameisterschaft. © Kirchner-Media

Can wirkt gut erholt, die Akkus seien wieder voll, die Lust auf die Saison groß, sagt der 27-Jährige in Bad Ragaz.

BVB-Spieler Emre Can über …

… den Urlaub und die Erholung: „Die Akkus sind wieder auf maximal, ich kann es kaum abwarten. Die Pause war wichtig, ich habe aber nur eine Woche die Beine hochgelegt und danach schon wieder angefangen. Es ist schwer zu sagen, wie lange es dauern wird, bis wir dann bei 100 Prozent sind. Aber wir fangen nicht bei Null an. Die Vorfreude ist auf jeden Fall sehr groß.“

… die EM: „Für mich persönlich war es enttäuschend. Ich hatte mir mehr erhofft, wollte mehr spielen. Auch wir als Mannschaft haben enttäuscht und sind, so ehrlich muss man sein, verdient ausgeschieden.“

… seine DFB-Zukunft: „Ich werde versuchen, mich im Verein durchzusetzen und mich darüber weiter anzubieten. Kontakt zu Hansi Flick gab es noch nicht.“

… Erwartungen an den neuen Bundestrainer: „Das ist doch klar. Wir wollen guten und erfolgreichen Fußball spielen, wir wollen wieder dahin, wo wir vor einigen Jahren waren. Unser Ziel muss sein, in einem Jahr eine gute WM zu spielen und wieder in die Weltspitze vorzudringen.“

… die schwierige Vorbereitung: „Das Handicap ist schon groß. Jeder weiß, dass es keine optimale Vorbereitung ist, aber die haben viele andere Vereine auch nicht. Von daher dürfen wir nicht jammern. Aber es ist schon extrem. Wir müssen auf dem Platz Gas geben und helfen, so gut wir das schon können in der kurzen Zeit. Und in einigen Wochen werden wir dann bei 100 Prozent sein.“

… den persönlichen Zeitplan: „Ich habe jetzt noch nicht länger mit dem Trainer gesprochen, aber ich weiß, dass ich am Freitag noch nicht spielen werde. Der Plan ist, dass ich vielleicht am Samstag oder dann in Dortmund ins Mannschaftstraining einsteige und im Pokal spielen kann, wenn ich gebraucht werde. Es ist halt nicht zu ändern, wir hatten eine lange Saison, wir brauchten den Urlaub.“

… die Zuschauer-Rückkehr: „Die bedeutet mir viel. Ob die Zahl von etwas mehr als 20.000 Zuschauern gerecht ist oder es mehr hätten sein sollen, kann ich nicht entscheiden. Wir freuen uns auf jeden Fall, wir leben ja als Team auch ein Stück weit von den Fans und den Emotionen.“

… die wechselhafte vergangene Saison: „Wir müssen da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Das ist die Messlatte für die kommende Spielzeit. Wir wollen auf jeden Fall konstanter werden.“

… seine Teilnahme an einer Impfkampagne: „Ich wurde gefragt, ob ich da mitmachen möchte und habe nicht nein dazu gesagt. Wie ich zum Thema Impfen stehe? Das muss jeder persönlich für sich entscheiden. Eine Pflicht zur Impfung fände ich nicht gut. Ich kann nur sagen, ich bin geimpft.“

Lesen Sie jetzt