Borussia Dortmund

Chance für Moukoko? So könnte der BVB in Augsburg spielen

Borussia Dortmund geht emotional und personell angeschlagen in den Bundesliga-Endspurt. Youssoufa Moukoko winkt eine Chance in der Startelf. So könnte der BVB in Augsburg spielen.
Youssoufa Moukoko könnte zum zweiten Mal in dieser Saison in die BVB-Startelf rücken. © Groeger

Keine 70 Stunden nach dem sportlichen und emotionalen Tiefschlag in Glasgow steht für Borussia Dortmund die nächste Aufgabe an, obwohl das Scheitern in Schottland noch gar nicht verdaut ist. Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg (17.30 Uhr, live auf DAZN) lenkte auch Trainer Marco Rose den Blick daher noch einmal zurück auf den Reinfall bei den Rangers.

BVB-Trainer Marco Rose: „Noch gar nichts entschieden“

„Cup-Wettbewerbe sind das Salz in der Suppe“, sagte der 45-jährige Fußballlehrer, seine Mannschaft habe aber in keinem der drei Bewerbe „an etwas geschnuppert“. Das Abschneiden sei „mega enttäuschend“. Entsprechend fühle sich die gesamte Situation an. Während an der schonungslosen Analyse kein Weg vorbeiführt, hilft kein Jammern, der Ball dreht sich weiter. „Trotzdem müssen wir dranbleiben, unter schwierigen Voraussetzungen“, sagte Rose.

Für den Dreifach-K.o. in Champions League, DFB-Pokal und Europa League gelten keine mildernden Umstände, keine Beschwichtigungen und keine Schönfärberei. Dem gefühlten Eindruck vieler BVB-Fans, dass die Saison damit gelaufen sei, widerspricht Rose allerdings vehement. „In der Bundesliga“, sagt der Coach, „ist noch gar nichts entschieden.“ So schnell wie möglich sollen die nötigen Zähler eingesammelt werden, um die erneute Qualifikation für die Königsklasse zu sichern. Auf weitere Ziele will sich der Klub jedoch nicht festlegen. Dazu geben weder die derzeitige Stimmung noch die Erfahrungen dieser Spielzeit einen Anlass: Rose kurz: „Jetzt fahren wir nach Augsburg, da wollen wir drei Punkte holen, und dann gucken wir weiter.“

Der FC Bayern München scheint für den BVB uneinholbar

Trotz der sehr ordentlichen Ausgangslage in der Liga mit 49 Punkten – zehn mehr als zum Vorjahreszeitpunkt – sprechen nicht nur das höchst unbeständige Auftreten der Schwarzgelben oder die extrem herausfordernde Personallage gegen eine Aufholjagd gegenüber Tabellenführer FC Bayern München. Auch die mannschaftliche Geschlossenheit und Entschlossenheit, die es bräuchte, geht dem BVB ab. Und gerade die Auswärtsspiele bei den vermeintlich kleineren Namen, die in den nächsten Wochen anstehen, haben in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme gemacht.

Womit wir beim FC Augsburg wären. Einem Abstiegskandidaten, der laut Rose „viel Intensität und Aggressivität“ an den Tag lege, vor allem in den Heimspielen. Die Dortmunder mussten bei den bayrischen Schwaben, die ihre Vorzüge eher in rustikaler Physis als in technischer Finesse sehen, schmerzhafte Niederlagen einstecken. Seine Elf dürfe sich „nicht beeindrucken lassen“, fordert Rose. „Wir haben in den vergangenen beiden Spielen viel Energie ausgestrahlt. Das brauchen wir auch in Augsburg. Dort ist es immer unangenehm.“

Zahlreiche Ausfälle: BVB-Startelf stellt sich von selbst auf

Schließlich geht es auch darum, den Verein in den elf verbleibenden Saisonspielen anständig zu repräsentieren. Nicht zuletzt, um potenzielle Zu- oder Abgänge zu überzeugen. „Da ist vor allem das Abschneiden in der Bundesliga und die Qualifikation für die Champions League entscheidend“, erklärte Rose. „Und da sind wir auf einem guten Weg.“

Wegen der vielen verletzungsbedingten Ausfälle stellt sich die BVB-Startelf fast von selbst auf. Vor Torhüter Gregor Kobel könnten Marin Pongracic und Mats Hummels verteidigen, auf den Seiten unterstützt von Marius Wolf und Nico Schulz. Im Mittelfeld dürfte die Wahl auf Mahmoud Dahoud und Jude Bellingham fallen, als Alternative für erschöpfte Kollegen stünde Axel Witsel bereit.

Eine neue Chance für BVB-Youngster Youssoufa Moukoko?

In der Offensive wäre dann neben Donyell Malen Platz für Julian Brandt und Thorgan Hazard – oder Rose schenkt dem 17-jährigen Youngster Youssoufa Moukoko sein Vertrauen. Auf Verstärkungen aus der U23 verzichtet der Trainer aus freien Stücken.

So könnte der BVB beim FC Augsburg spielen:

Kobel – Wolf, Pongracic, Hummels, Schulz – Dahoud – Brandt, Bellingham – Malen, Moukoko, Hazard

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