Borussia Dortmund

Erneut ohne Malen und Guerreiro? So könnte der BVB gegen Fürth spielen

Schlusslicht Greuther Fürth hat in Dortmund nichts zu verlieren. Der BVB hingegen jede Menge. Donyell Malen und Raphael Guerreiro müssen wohl erneut passen. So könnten die Schwarzgelben spielen.
Bleibt ein Sorgenkind von BVB-Trainer Marco Rose (M): Raphael Guerreiro. © dpa

Unterschiedlicher hätten die Gefühlswelten am vergangenen Wochenende kaum sein können. Frust und Enttäuschung auf der einen Seite, pure Freude und Erleichterung auf der anderen. Während Borussia Dortmund es trotz eines Torschussverhältnisses von 24:3 nicht schaffte, über ein 1:1 gegen den VfL Bochum hinauszukommen, feierte die SpVgg Greuther Fürth am Sonntag durch das 1:0 gegen Union Berlin den ersten Bundesliga-Sieg seit 3144 Tagen und den ersten Erstliga-Heimerfolg der Vereinsgeschichte.

BVB-Trainer Marco Rose droht seinen Spielern mit einem Bankplatz

Doch trotz der Euphorie über den historischen Erfolg rechnet für das Spiel gegen Borussia Dortmund (20.30 Uhr, live bei Sky) wohl niemand aus dem Frankenland ernsthaft mit den nächsten drei Punkten. Rund um den BVB ist die Erwartungshaltung natürlich eine andere. „Man erwartet auf jeden Fall einen Sieg von uns gegen Fürth“, sagte Trainer Marco Rose auf der Pressekonferenz am Dienstag.

Das habe aber nicht unbedingt mit Fürth zu tun, Siege erwarte man von Borussia Dortmund grundsätzlich immer. Und deswegen wäre es blöd, „wenn ich einen Spieler in der Mannschaft hätte, der es schafft, einen Gegner in der Bundesliga zu unterschätzen.“ Sollte es wider Erwarten bei irgendjemandem dennoch Motivationsprobleme geben, würde derjenige schnell neben ihm auf der Bank Platz nehmen, versicherte Rose.

Fürth hat nichts zu verlieren, der BVB hingegen schon

Raphael Guerreiro und Donyell Malen werden am Mittwoch wohl nicht dort sitzen. Allerdings nicht aus disziplinarischen Gründen, sondern aus medizinischen. Guerreiro leidet unter muskulären Problemen, BVB-Stürmer Donyell Malen hat sich von seinem Virusinfekt noch nicht ganz erholt.

Mit vier Punkten rangieren die Fürther am Tabellenende, schon jetzt beträgt der Abstand zum Relegationsrang zwölf Zähler. Alles deutet darauf hin, dass die Gegner in der nächsten Saison statt Dortmund und Bayern wieder Heidenheim und Hannover. Doch genau darin sieht Rose eine Gefahr. „Viele glauben, dass aufgrund der Punktekonstellation da relativ wenig geht, aber die Jungs wehren sich. Mit dem Heimsieg gegen Union haben sie einen neuen Kick bekommen.“ Fürth kann völlig befreit aufspielen, hat absolut nichts zu verlieren. Der BVB hingegen schon.

Borussia Dortmund hofft auf besinnliche Feiertage

„Nach dem Bochum-Spiel haben wir darüber geredet, dass wir zu häufig am nächsten Tag dasitzen und enttäuscht sind: Das Champions-League-Aus, das Spiel gegen Bayern, gegen Leipzig und auch Bochum.“ Sollten in den beiden verbleibenden Spielen gegen Fürth und Hertha noch weitere Punktverluste hinzukommen, dürften es für Spieler, Trainer und Verantwortliche von Borussia Dortmund recht ungemütliche Weihnachtsfeiertage werden.

Damit diese besinnlich bleiben, forderte Rose von seiner Mannschaft mehr Konsequenz im Abschluss: „Wir müssen uns das Glück noch mehr erarbeiten, noch konsequenter Richtung gegnerisches Tor arbeiten und das Spieltempo höher halten.“ Gelingt das, dürften die Gefühlswelten auch am Mittwoch wieder kaum unterschiedlicher sein. Dann allerdings mit Freude und Erleichterung beim BVB, Frust und Enttäuschung bei den Fürthern.

So könnte der BVB gegen die SpVgg Greuther Fürth spielen:

Kobel – Meunier, Hummels, Zagadou, Schulz – Can – Bellingham, Dahoud – Reus, Wolf – Haaland

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