Borussia Dortmund

Mini-Hoffnung bei Guerreiro: So könnte der BVB gegen Freiburg spielen

Der BVB muss sich gegen Freiburg beweisen. Marco Rose beklagt die aus seiner Warte zu negative Sicht auf den Rückrundenstart. Bei Raphael Guerreiro besteht eine Mini-Hoffnung. So könnte Dortmund spielen.
Ob BVB-Trainer Marco Rose (r.) gegen Freiburg auf Raphael Guerreiro zurückgreifen kann, ist fraglich. © imago / Kirchner-Media

Gut 22 Minuten dauerte am Donnerstag die Fragerunde mit Borussia Dortmunds Cheftrainer Marco Rose vor dem ersten Heimspiel des Jahres. Platz zwei gegen Platz vier, die Partie gegen den SC Freiburg (20.30 Uhr, live bei DAZN) ist das Topspiel des 19. Spieltags der Fußball-Bundesliga – und für die Borussia die nächste Gelegenheit, Kritiker im eigenen Umfeld zu besänftigen.

Marco Rose sieht BVB-Leistung in Frankfurt als zu negativ bewertet

Die hatten auch am 3:2 des BVB in Frankfurt einiges zu mäkeln, weil erst ein Kraftakt nach dem 0:2-Rückstand den Fehlstart noch abwendete und der BVB zwischendurch ein Bild bot, das fatal an einige schwache Partien der Hinrunde erinnerte.

Immer wieder während der 22 Minuten wies auch Rose darauf hin, „dass wir besser werden müssen“, dass die Fehlerquote gesenkt werden müsse, „dass wir weniger einfache Gegentore bekommen und weniger Standards zulassen dürfen“. Das Offensichtliche ließ sich nicht leugnen, wohl aber war es Rose auch ein Anliegen, deutlich zu machen, dass in der Gesamtbetrachtung der Blick auf das Spiel zu negativ gewesen sei.

Borussia Dortmund zeigt in Frankfurt zwei Gesichter

Als weitere Nachfragen zum 30-minütigen Einbruch der Mannschaft nach dem ersten Gegentor kamen, regte sich Unmut beim 45-Jährigen: „Haben wir nicht 3:2 gewonnen?“, fragte er rhetorisch. Ja, hat der BVB tatsächlich. Und es gab zu Recht jede Menge Lob für das Aufbäumen nach der Halbzeit, das aber auch deshalb notwendig wurde, weil vor der Pause einiges in die falsche Richtung lief.

Die Frage, wie oft ein solches Aufbäumen noch gelingen kann, führt bei Rose nicht zu Zweifeln an der grundsätzlichen Herangehensweise. Taktik und Ausrichtung stehen, Rose möchte seine Mannschaft aktiv in der Vorwärtsbewegung, aktiv auch im Vorwärtsverteidigen sehen. Defensiver werde er seine Elf nicht einstellen, „wir werden uns bestimmt nicht hinten reinstellen.“ Es gehe eher um Konzentration bis zum Ende einer Aktion, mehr Schärfe, mehr Miteinander im und Bereitschaft zum unnachgiebigen Verteidigen.

BVB gegen Freiburg: Reyna und Zagadou müssen sich noch gedulden

Worte, die der Trainer allerdings schon x-mal in dieser Saison gewählt hat. Fortschritte in der gemeinsamen Arbeit sind ab sofort Pflicht, denn im Gegensatz zur Hinrunde kann Rose aktuell beinahe auf seine komplette Belegschaft zurückgreifen. Noch sind nicht alle bei 100 Prozent, doch dass in dieser Woche Giovanni Reyna Fortschritte machte, Dan-Axel Zagadou und Marius Wolf nach überstandener Covid-Erkrankung ins Training zurückkehrten und auch Knie-Patient Manuel Akanji wieder teilweise mit der Mannschaft arbeitete, vergrößert auf Sicht Roses Möglichkeiten. Reyna und Zagadou gehören heute allerdings noch nicht zum Kader, anders als Akanji, so Rose, der vier Wochen nach seiner Arthroskopie im Knie zurückkehren könnte. „Wir müssen sehen, wie er die Belastung verkraftet.“

Um einen Spieler muss sich Rose aber dann doch sorgen, Raphael Guerreiro konnte am Mittwoch nicht trainieren (wir berichteten exklusiv), „er hat in der ganzen Woche nur wenig bis gar nichts machen können.“ Beim Abschlusstraining am Donnerstagabend stand Guerreiro wieder auf dem Rasen, sein Einsatz ist dennoch fraglich.

BVB-Schwäche bei Standards könnte Freiburg in die Karten spielen

Nach dem schweren Spiel in Frankfurt erwartet den BVB mit Freiburg gleich der nächste unangenehme Gegner. „Sie sind sehr stabil, haben eine klare Struktur und einen klaren Plan“, lobt Rose das Überraschungsteam. Besondere Stärke der Freiburger sind gefährliche Standards. 16 Mal bejubelten die Breisgauer danach schon einen Treffer. Kein Wunder, dass das Verteidigen (und Vermeiden) dieser Situationen einen Trainingsschwerpunkt in dieser Woche bildete.


Voraussichtliche Aufstellung: So könnte der BVB gegen Freiburg spielen

Kobel – Meunier, Can, Hummels, Schulz – Brandt, Dahoud, Bellingham – Malen, Reus – Haaland

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