Borussia Dortmund

Rose-Rückkehr mit dem BVB: Pfiffe, Banner – aber alles im Rahmen

Die Rose-Rückkehr mit Borussia Dortmund nach Mönchengladbach ist das große Thema vor dem Topspiel. Den Innenraum betritt der neue BVB-Trainer erst kurz vor dem Anpfiff - doch es bleibt alles im Rahmen.
BVB-Trainer Marco Rose betrat den Innenraum des Borussia-Parks erst kurz vor dem Anpfiff. © dpa

Ein kurzes Handshake mit einem der Ordner, eine angedeutete Umarmung, dann war Marco Rose auch schon in den Katakomben des Borussia-Parks verschwunden. Der Empfang für Borussia Dortmunds Trainer war noch freundlich – das, und darauf war der ehemalige Gladbacher Coach vorbereitet, sollte sich später im Innenraum anders darstellen.

Sky-Interview mit BVB-Trainer Rose in den Stadion-Katakomben

Auch in Gladbach hatte man sich auf diesen Moment vorbereitet, unter der Woche gab es einen intensiven Kontakt zwischen Klub und den wichtigsten Fanclub-Vertretern. Das Ziel: Bei allem verständlichen Ärger um die Umstände der Rose-Demission sollten die Unmutsbekundungen gegen den Ex-Coach im akzeptablen Rahmen bleiben.

Es war dann nicht verwunderlich, dass das übliche Trainer-Interview mit dem Dortmunder Coach nicht an der Seitenlinie, sondern in den Katakomben des Stadions stattfand – und somit geschützt vor den Pfiffen, denn die Kameraposition des übertragenden Senders Sky befand sich auch noch in unmittelbarer Nähe zur Nordkurve mit den Gladbach-Fans.

„Marco Rose: Geheuchelte Identifikation und falsche Versprechen“

So blieb es bis auf einige Sprechchöre („Rose, Du H…sohn“) bis unmittelbar vor dem Anstoß relativ ruhig imä Stadion. Exakt um 18:28 Uhr aber schwoll die Lautstärke im Stadion deutluch an. Rose betrat den Innenraum, es gab ein gellendes Pfeifkonzert, das allerdings nach wenigen Sekunden schon wieder abebbte. Wenig später präsentierten die Ultras ein Banner mit dem Spruch: „Marco Rose: Geheuchelte Identifikation und falsche Versprechen.“

Wenige Sekunden später rollte der Ball. Das hatte sich Rose sicher deutlich schlimmer vorgestellt. „Es war sehr emotional – das war zu erwarten. Man kann sich auf ein paar Dinge einstellen. Auch wenn wir verloren haben, kann man die Freude über das Wiedersehen zum Ausdruck bringen“, sagte der 45-Jährige bei „Sky“.