Ferienspaß

Alles in Bewegung – Action am Sportpark Mitte in Datteln

Der Sportpark Mitte hat sich am Montagvormittag in eine Baustelle verwandelt - eine Bewegungsbaustelle, genauer gesagt. Im Rahmen des Ferienspaßes war dort Action angesagt.
Teamwork: Aaron, Aaron, Mika und Darleen (v.l.) bewegen mit vereinten Kräften einen der großen Kletterwürfel. Foto: Martin Pyplatz © Martin Pyplatz

Kleine Trampoline, Tunnel, Pedalos, Kullerkreisel und Co. haben die fünf Mitarbeiter des Dattelner Jugendamts und eine Helferin vom Ferienspaßteam an diesem Vormittag für bewegungsfreudige junge Dattelner im Grundschulalter mit zum Sportpark gebracht. Zudem können Roller und BMX-Räder gegen ein Pfand ausgeliehen und im Skatepark genutzt werden. Kurzum: Action ist angesagt.

Aus Styroporwürfeln entsteht eine Burg

Der Hit sind aber die großen Styroporwürfel mit Teppichverkleidung. Kaum hat das Team diese aus dem Anhänger geladen, werden sie von den Kids in Beschlag genommen, hin- und hergeschoben, gestapelt und erklommen. „Das ist unsere Burg“, erklären die beiden Aarons (beide 9). „Da vorne ist der Notausgang“, erklärt Mika (9) und zeigt auf die angrenzenden, kleineren Würfel. Die Kinder suchen sich bei diesem Ferienspaßangebot selbst aus, womit sie sich beschäftigen. „Sie sollen selber aktiv werden“, erklärt Thomas Droste vom Jugendamt, der seit dem Jahr 2000 auch beim Ferienspaß mit dabei ist. Freies Spiel, bei dem nichts vorgegeben wird, sei besonders wichtig.

Wetterlutten aus dem Bergbau werden zu „Würmern“

Und so ist es auch möglich, von der aufgebauten Ritterburg zum Skatepark hinüberzuflitzen, ein paar Runden zu drehen und dann wieder mit etwas anderem weiterzuspielen. So macht es Aaron (9) an diesem Vormittag mit einem kleinen BMX-Rad. Immer wieder saust er zur „Würfelburg“ zurück und schaut, was sich dort so alles getan hat. Nach einiger Zeit nämlich, hat sich ein großer Wurm (bestehend aus einem Röhrentunnel) daran gemacht, die Burg zu erobern. Die Jungen und Mädchen kriechen durch die Tunnel, auf die Würfel rauf und wieder herunter – und fast jeder hat noch andere spaßige Ideen zum Weiterspielen. Die Röhrentunnel sind übrigens sogenannte Wetterlutten, die früher im Bergbau eingesetzt wurden, verrät Droste. Das Material dieser Lutten sei besonders stabil und reißfest. So seien diese „Röhren“ viel besser zum Spielen geeignet, als vergleichbare Modelle aus dem Spielwarenladen.

Kein fester Fahrplan

Die Jugendamtsmitarbeiter haben das freie Spiel der Gruppe genau im Blick, auch wenn sie sich zurückhalten. „Wenn es dann langweilig wird, kann man nochmal etwas anderes zum Spielen herausholen“, sagt eine von ihnen. Schließlich ist der Anhänger der mobilen Bewegungsbaustelle noch mit vielen anderen Dingen gefüllt. Das Ferienspaßangebot ist offen und kostenlos – hier und da schaut ein Kind spontan vorbei, es ist ein stetiges kommen, spielen und wieder gehen, einen festen Fahrplan gibt es nicht. Wie wichtig Bewegung für die Kinder und Jugendlichen ist und wie gut es ihnen tut, sich mal richtig auszupowern, das stellen Droste und sein Team immer wieder fest. „Die Kinder haben richtig Lust auf Bewegung“, sagt er. Viele seien nach der langen Corona-Zwangspause – bei der im vergangenen Jahr ja sogar Spielplätze gesperrt waren – froh, dass endlich wieder etwas draußen los ist.

Pause bei Gesellschaftsspielen

Wer eine Pause braucht und mal ein bisschen durchatmen möchte, der hat dazu neben aller Action auch Gelegenheit. Unter einem kleinen Pavillon gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, Gesellschaftsspiele zu spielen. Ist das denn bei den Kids heutzutage überhaupt noch angesagt? „Na klar“, bekräftigt das Ferienspaß-Team. Klassiker wie Uno würden fast alle Kinder kennen und gerne mal zwischendurch spielen.

Bei allem Spaß: Für das Jugendamt ist noch ein Aspekt bei solchen Aktionen wichtig. „Man bekommt hier einen ganz guten Draht zu den Kindern“, sagt Droste.

Das Jugendamt ist von Mai bis September Mittwochsnachmittags von 16 bis 19 Uhr am Sportpark Mitte präsent – mit vielen verschiedenen Angeboten.

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