Amateurfußball

DFB-Mitgliederstatistik: Amateurfußballzahlen nehmen deutliche negative Entwicklung

Das Jahr ist zu Ende, in den hohen Ligen wird zur Genüge Bilanz gezogen. Doch auch im Amateurfußball lohnt sich ein Blick auf die Zahlen. Die sind für das Jahr 2021 teilweise düster.
Die Coronapandemie trifft den Amateurfußball enorm, zeigen Zahlen des DFB. © Jens Lukas

Die noch immer anhaltende Coronapandemie traf und trifft vor allem den Amateursport in großem Ausmaß. Schon zweimal, Anfang und Ende 2020, mussten die Saisons abgebrochen werden. Die aktuelle Spielzeit kann bisher (noch) ohne Unterbrechungen gespielt werden. Trotzdem hat sich die Pandemie auch in diesem Jahr auf die Zahlen des Amateurfußballs ausgewirkt. Das geht aus der jährlichen Mitgliederstatistik des DFB hervor.

Mitgliederzahlen im Amateurfußball sinken

Dort ist unter anderem zu erkennen, dass die Zahl der Mitglieder in Amateurfußballvereinen im abgelaufenen Jahr zurückgegangen ist. Von 7,1 Millionen reduzierte sich die Zahl um mehr als 100.000 Personen. Insbesondere im Juniorenbereich ist ein deutlicher Mitgliederverlust auszumachen. Die Junioren verzeichnen einen Rückgang von 4,7 Prozent, die Mädchen sogar einen von rund fünf Prozent.

Positiv zu vermerken ist sicherlich, dass der Wettbewerbssport, trotz eines leichten Rückgangs an der Zahl der Mannschaften, kaum gelitten hat. Insgesamt sind es nur 2,49 Prozent weniger Mannschaften im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Mannschaften im gemeldeten Wettbewerbsbereich ist zwar kaum zurückgegangen, der Spielbetrieb hat trotzdem enorm unter der Pandemie gelitten.

Für gewöhnlich sind es pro Jahr mehr als eine Million absolvierte Spiele – ohne Pandemie. In der Saison 2020/21 waren es dagegen lediglich knapp 260.000 Amateurspiele. Der Rückgang beträgt demnach 75 Prozent. Bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Saison wieder möglichst viele Spiele verzeichnen kann – solange die Gesundheit nicht auf dem Spiel steht.

Deutlich weniger Aktive im Amateurfußball

Bei den aktiven Spielerinnen und Spielern ist dagegen ein deutlich größerer Rückgang zu beobachten. Mehr als zehn Prozent weniger aktive Spieler*innen sind es bei Jahresabschluss. Noch negativer ist die Entwicklung der Erstanmeldungen. Mit knapp 130.000 neuen Registrierungen sind es im Vergleich zum Vorjahr ganze 30 Prozent weniger.

Und auch bei den Coaches gehen die Zahlen nach unten. 8005 neue Qualifikationen wurden 2021 erworben, das sind sogar 43 Prozent weniger als im letzten Jahr. Schiedsrichter*innen gibt es ebenfalls immer weniger. Auf der Position der Spielleiter*innen ist ein Verlust um etwa 14 Prozent zu verzeichnen.

In allen wichtigen Bereichen des Amateurfußballs ist ein – teils extremer – Rückgang der Mitgliederzahlen zu beobachten. Dass die Pandemie dafür der Hauptgrund ist, dürfte klar sein. Spannend bleibt, wie sich die Zahlen entwickeln, wenn Corona einmal ein Ende findet.

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