Amateursport

Für Lockerungen im Sport: DFB und DOSB rufen über 30 Millionen Menschen zur Unterschrift auf

„Draussen muss drin sein“ – unter dem Motto haben der DFB und der DOSB eine Petition für den Amateursport gestartet. Gefordert wird, dass Sport unter freiem Himmel schnell wieder zugelassen wird.
Mit einer Petition will der DFB die Aufmerksamkeit auf die Situation im Amateurfußball richten. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Seit Oktober 2020 ist die organisierte Ausübung von Amateursport im Verein weitestgehend verboten oder wird nur unter strengen Bedingungen ermöglicht. Damit soll so schnell wie möglich Schluss sein – das fordert zumindest der Deutsche Fußball-Bund (DFB). Mit einer Petition unter dem Motto „Draussen muss drin sein“ will der Verband die Aufmerksamkeit, insbesondere im politischen Kontext, auf die aktuelle Situation im Amateursport richten.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) unterstützt diese Kampagne. Somit werden die mehr als sieben Millionen Mitglieder im DFB und die rund 27 Millionen Menschen angesprochen, die innerhalb des DOSB in Sportvereinen organisiert sind.

Dem Amateursport fehlen die Perspektiven, so die Einschätzung des DFB. Während andere Bereiche des Alltags vermehrt berücksichtig werden, wenn es um Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen geht, komme der Sport nach wie vor zu kurz. Dabei sei die Gefahr, die vom Sport in der freien Luft ausgeht, extrem gering.

Ganz im Gegenteil sogar: „Der gesamte Sport hat darüber hinaus mit der Erstellung und der konsequenten Anwendung von Hygienekonzepten bewiesen, dass er nicht zum Infektionsgeschehen beiträgt“, heißt es in der Petition des DFB.

Ein weiterer Grund, der für die schnelle Wiederaufnahme des Amateursports gelte: Je länger die Ausübung von Sport nicht erlaubt sei desto gravierender würden die gesundheitlichen Folgen durch den Bewegungsmangel ausfallen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Wer draußen Sport treibe, der gefährde seine Gesundheit nicht, sondern würde sie stärken.

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat über die Sozialen Medien bereits seine Unterstützung der Petition versichert und rief seinerseits die Vereine auf, sich der Aktion anzuschließen. Gundolf Walaschewski, Präsident des FLVW, hob auf der Verbands-Homepage erneut die Bedeutung des Sports bei den Jüngeren hervor: „Kinder und Jugendliche müssen sich bewegen, müssen andere Kinder und Jugendlichen sehen, brauchen Perspektive.“ Die Petition läuft bis zum 2. Juni.

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