Fußball

Süddeutschland: Morddrohung in Kreisliga führt zu Spielabbruch

Die Gewalt im deutschen Fußball ist ein Thema, das den so beliebten Mannschaftssport schon seit Jahren begleitet. Im Amateurfußball gab es jetzt sogar den Fall einer Morddrohung.
In einer Kreisliga führte eine Rote Karte zu hitzigen Szenen. © picture alliance/dpa

Gewalt im Fußball – dabei geht es zumeist um deutsche Fanszenen und ihre Ausübung von Gewalt. Aber auch im Amateurfußball ist das unschöne Thema angekommen. Nun sorgt ein Fall aus einer Kreisliga in Bayreuth für Entsetzen.

Morddrohung in Bayreuther Kreisliga

Am vergangenen Sonntag wurde das Kreisligaspiel zwischen dem Türk FC Bayreuth und dem SV Seybothenreuth abgebrochen. Das berichtet das Bayreuther Tagblatt. Demnach sei der Schiedsrichter der Partie von einem der Spieler mit dem Tod bedroht worden.

Zuvor habe ein Spieler des Türk FC die Rote Karte gesehen, woraufhin es eine Rudelbildung und kaum zu bändigende Akteure gegeben haben soll. Inmitten der Aufregung habe dann ein Spieler des TFC den Schiedsrichter Martin Pröhl mit dem Tod bedroht. Pröhl habe die Partie anschließend abgebrochen und einem Funktionär abseits des Spielfeldes ein Signal gegeben, die Polizei zu informieren.

„Der Schiri hat Arroganz und Hochnäsigkeit ausgestrahlt. Damit hat er das Spiel eskalieren lassen“, wird der Vorsitzende des Türk FC Bayreuth, Halil Tasdelen, vom Bayreuther Tagblatt zitiert. Er kündigte aber auch Konsequenzen an, sollte sich einer seiner Spieler „etwas hat zu Schulden kommen lassen. Das dulde ich nicht“.

Der Gegner SV Seybothereuth, genauer dessen Vorsitzender Uli Bertelshofer, erklärt, sein Verein „ist unbeteiligt am Spielabbruch“. Der Vorfall kommt nun wohl vor das Sportgericht.

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