Brandstifter soll Wohnung im Wahn angezündet haben Prozess zu schwerem Hausbrand in Hörde

Gerichtsreporter
Martin von Braunschweig
Der Beschuldigte befindet sich aktuell in einer psychiatrischen Klinik. © Martin von Braunschweig
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Vor dem Landgericht hat der Prozess gegen einen 39-jährigen Mann aus Hörde begonnen. Der seit Jahren an einer schweren psychischen Erkrankung leidende Beschuldigte soll im April seine Wohnung an der Gildenstraße in Brand gesteckt haben.

Bei dem Feuer waren große Teile der Inneneinrichtung zerstört worden. Rauch und Ruß zogen auch eine benachbarte Wohnung und das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft.

Auch Nachbarwohnung betroffen

Der 39-Jährige befindet sich seit seiner vorläufigen Festnahme in einer psychiatrischen Klinik. Dort wird er mit Medikamenten behandelt – und das offensichtlich erfolgreich. „Es geht mir richtig gut“, sagte er den Richtern.

Der Beschuldigte ist eigenen Angaben zufolge froh darüber, endlich einmal ohne Rauschmittel seinen Tag bestreiten zu können. „Das fühlt sich gut und richtig an“, sagte er.

Erfolgreiche Behandlung

Dennoch muss das Gericht klären, ob der Mann nicht besser auf unbestimmte Zeit in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung bleiben muss.

Wie krank der Mann damals noch war, beweist seine Aussage bei der Polizei. Demnach hatte er sich eingebildet, ein Polizist würde auf einer Leiter vor seinem Küchenfenster stehen und mit einer Pistole auf ihn zielen.