„Lebensbedrohende Gefahr“

Dortmunds Krankenhäuser und Pflegeheime mit dringendem Appell an Besucher

Die meisten Corona-Schutzmaßnahmen sind passé. Für besonders vulnerable Bereiche zum Beispiel in den Krankenhäusern appellieren Fachleute dennoch an die Mithilfe von Besuchern.
Eine Krankenpflegerin verlässt in Schutzkleidung ein Patientenzimmer einer Covid-19-Station. (Symbolbild)
Eine Krankenpflegerin verlässt in Schutzkleidung ein Patientenzimmer einer Covid-19-Station. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Angesichts des Wegfalls der meisten Corona-Schutzmaßnahmen richten die Dortmunder Krankenhäuser und das Gesundheitsamt einen dringenden Appell an die Besucher von Gesundheitseinrichtungen. Es gehe darum, Ältere und Kranke nicht in Lebensgefahr zu bringen.

„Bitte steuern Sie Ihren wertvollen Beitrag zum Schutz der Patienten und Patientinnen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei“, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung. Trotz der mehrheitlich milden Verläufe mit der Omikron-Virusvariante berge jeder Besuch gerade in Krankenhäusern und

Senioreneinrichtungen auch ein Risiko für Patienten und Patientinnen, Bewohner und Bewohnerinnen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Das wird Besuchern der Einrichtungen geraten

Konkret appellieren die Fachleute der Krankenhäuser und des Gesundheitsamt:

  • „Lassen Sie sich vor jedem Krankenbesuch testen.“
  • „Planen Sie innerhalb der Familie und im Freundeskreis vorab, wer den Krankenbesuch wann machen möchte.“
  • „Schränken Sie die Anzahl und die Dauer Ihrer Besuche ein.“
  • „Halten Sie im Krankenhaus zu jeder Zeit die bekannten Abstands- und Hygieneregeln ein.“
  • „Tragen Sie während des gesamten Besuchs eine Schutzmaske.“
  • „Nehmen Sie den kürzesten Weg vom Eingang zum Krankenzimmer und wieder zurück.“
  • „Falls möglich, verlegen Sie den Krankenbesuch ins Freie.“
  • „Lassen Sie sich impfen.“

Zudem sollen Angehörige wenn möglich Angebote wie Videotelefonie nutzen. Häufig unterstützten die Krankenhäuser Patienten und Patientinnen dabei auch. Falls persönliche Besuche notwendig seien, sollten diese mit der behandelnden Ärzteschaft abgestimmt werden.

Mitarbeiter kommen an ihre Grenzen

Andrea Hagenbrock, Leitende Städtische Medizinaldirektorin des Gesundheitsamtes, betont laut der Mitteilung den ständigen Austausch des Gesundheitsamtes mit allen Krankenhäusern, Rehabilitationseinrichtungen, den

Pflegeeinrichtungen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe in

Dortmund.

„Dort herrscht auch weiterhin eine angespannte Situation, die durch infizierte oder unter Quarantäne stehende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Ausbruchssituationen geprägt ist“, so Andrea Hagenbrock laut der Mitteilung. Das habe zur Folge, dass die Personalsituation in allen Einrichtungen eng sei und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen „durch die hohe Arbeitsbelastung und die nicht unerheblichen psychischen Belastungsfaktoren der letzten zwei Jahre“ an ihre Grenzen kämen.

Die Verantwortlichen hoffen laut der Mitteilung auf ein breites Verständnis der Dortmunder und Dortmunderinnen. „Werden COVID-19-Infektionen in die Häuser hineingetragen, bedeuten diese gerade für Ältere und Kranke eine mitunter lebensbedrohende Gefahr.“

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