Energiekrise: Dortmunder Versorger DEW21 erhöht Gaspreise deutlich

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Die Preise für Erdgas werden beim Dortmunder Versorger DEW21 erneut steigen. © picture alliance/dpa/dpa-tmn
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„Ab 1. November kostet eine Kilowattstunde (kWh) Erdgas 21,772 Cent brutto (mit einer Steuer in Höhe von 19 Prozent).“ Bisher sind es laut DEW-Homepage 14,829 Cent (seit 1. August 2022). Das hat der Dortmunder Energie- und Wasserversorger DEW21 am Dienstag (13.9.) mitgeteilt. Darin enthalten seien „alle vier Umlagen, die zum 1. Oktober 2022 in Kraft treten.“ Der Preis bezieht sich auf den Tarif zur Grundversorgung. Daneben gibt es viele andere Tarife.

Für einen „Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 12.000 kWh ergeben sich in der Grundversorgung Mehrkosten von rund 830 Euro brutto“, habe man ausgerechnet. Der Grund: Die Lage auf den Energiemärkten spitze sich immer stärker zu.

„Preissprünge um mehr als 1400 Prozent“

Seit Anfang 2021 hätten sich die Preise für die langfristige Beschaffung verzwölffacht, „in der kurzfristigen Beschaffung erleben wir in der Spitze Preissprünge um mehr als 1400 Prozent“. Auch „regulatorische Eingriffe wie die Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage“ führten zu Mehrbelastungen.

Immerhin könne man „die Preise in der Strom-Grundversorgung aktuell stabil halten“. Falls die Umsatzsteuer tatsächlich gesenkt werde, reduziere man „in vollem Umfang stichtagsgerecht“.

Die Erhöhung zum 1. November ist für Kunden in der Grundversorgung bereits die dritte von DEW21 im Jahr 2022. Bereits zum 1. Januar und zum 1. August waren die Preise gestiegen. Der Jahresgrundpreis bleibe hingegen stabil, so DEW weiter.

Auch Gewerbekunden müssten ab 1. November mit höheren Preisen rechnen. „Da die Verbräuche in diesem Segment sehr unterschiedlich und individuell sind, gibt es hier keinen vergleichbaren Musterfall“, heißt es von DEW.