Modellprojekt

Grippeimpfung bald in Apotheken möglich – aber nur für manche Dortmunder

Wer sich zum Ende dieses Jahres gegen die Grippe impfen lassen will, soll dafür nicht mehr auf Arztpraxen angewiesen sein. Allerdings richtet sich das neue Angebot nur an einen speziellen Kreis.
Ein Arzt hält eine Spritze mit einer Grippeimpfung in der Hand.
Ein Arzt hält eine Spritze mit einer Grippeimpfung in der Hand. © dpa

Grippeschutzimpfungen sind in der Region Westfalen-Lippe bald auch in Apotheken möglich. Zur Modellregion gehören die Stadt Dortmund, der gesamte Regierungsbezirk Detmold, der Kreis Olpe, der Märkische Kreis sowie der Hochsauerlandkreis.

Dazu haben die AOK Nordwest und der Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) ein entsprechendes Modellprojekt vereinbart. Mehr als 700 Apotheken könnten die Grippeschutzimpfung für die AOK-Versicherten zukünftig anbieten.

Die logistischen Vorbereitungen laufen jetzt an. Mit den ersten Impfungen sei dann zum Start der neuen Grippe-Saison zu rechnen, heißt es. „Dabei sehen sich die Apotheken nicht in Konkurrenz zu den Ärzten“, so AVWL-Vorsitzender Dr. Klaus Michels: „Vielmehr zeigen die Erfahrungen aus anderen Staaten und Bundesländern, dass Impf-Apotheken vor allem die Menschen erreichen, die sich zuvor nicht haben impfen lassen.“

Nur 35 Prozent der Risikogruppe gegen Influenza geimpft

Das gemeinsame Ziel von AOK und AVWL sei es, die Durchimpfungsrate der Bevölkerung weiter zu steigern. Nach Angaben der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut seien nur 35 Prozent der Risikogruppe der über 60-

Jährigen gegen Influenza geimpft.

Das Modellvorhaben läuft über einen Zeitraum von drei Jahren und werde nach allgemein anerkannten wissenschaftlichen Standards begleitet und ausgewertet.

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