Glosse: Wenn Sie Günna fragen …

Günna über Krötenfreunde mit Millionärshintergrund

Wenn Sie Günna fragen, hat Günna immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: Dortmunds Superreiche.
Günna ist ein Dortmunder Original. © Foto Menne/Montage Klose

Hömma, Fritz, ich hab gelesen dat die Zahl der Einkommens-Millionäre in Doatmund wächst und im ganzen Ruhrgebiet nur eine Stadt noch mehr Krösusse im Angebot hat als wie wir. Dat mitte vielen Millionarios im Städtchen kannze eigentlich nur mit Humor nehmen denn wat anderes bleibt dir bis zum nächsten Lohntach sowieso nich übrich und man muss ja auch von irgendwat träumen können.

Den grössten Anteil anne Millionäre wird ganz sicher der BVB stellen und mittem Blick auffe letzte Saison muss ich da komischerweise gleich an dat toffte Lied „Money for nothing“ denken abba mitte titelmässige Gegenleistung fürde fette Kicker-Kohle soll und wird sich inne nächste Saison endlich wat ändern habbich dat Gefühl.

Von der Pandemie hervorgespült?

Viele Krötenfreunde mit Millionärshintergrund hat bestimmt die Corona-Pandemie hervorgespült denn da hamm ja unendlich viele Glücksradgesichter unendliche Asche mit Masken und Nudeln gemacht odda dat Klopapier spielte ne wichtige Penunzen-Rolle in ihrem Leben. Zum Reichtum führen viele Wege abba die meisten von ihnen sind schmutzich sachte unsa Omma imma zum Thema Geld und damit kannse eigentlich nur die Götzen vonne unverschämten Ölkonzerne gemeint ham die sich grade wegenem rabattierten Spritnahme-Artikel die Taschen vollpacken.

Allerdings wüsstich nich ob von denen übbahaupt einer in Doatmund wohnen wollte denn die drücken sich doch bestimmt lieber in ihre Villas auffe Goldstaub-Inseln Sylt odda Malle rum und schlürfen da den Schampus ausse Magnumpullen. Bis zum gewissen Betrag besitzt du dat Geld und darübba hinaus besitzt dat Geld dich habbich ma gehört und schon deswegen binnich echt froh dat ich nich mit nem chronischen Mangel an Schulden dienen kann denn die Unterschuldung iss ne monetäre Unpässlichkeit die unter wohlhabende Mitbürger und Millionäre grassiert und ihnen spannende Situationen im Leben verwehrt.

Wenn die Stadt Doatmund allein aus ihren Planungs-Pannen profitieren würde wär sie sicher steinreich und auch unta den neuen Einkommens-Millionären abba dafür müssten sie da ersma den Unterschied zwischen Nettoeinkommen und Bruttogewohnheiten geteilt durch Baukosten kennen und dat Zeit Geld iss abba um dat auffe Kette zu kriegen hammse weder Zeit noch Geld.

Hömma, Fritz, und widda geht ne Woche zu Ende in der wir beide wie ganz viele andere Doatmunda nich übbaraschend Millionäre wurden. Ich war ja auch noch nie Millionär abba wennich ma einer werden sollte versprech ich dat ich mich echt anstrengen würd um dauerhaft gut in dem Job zu sein. Prost.

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