In Dortmunds Schulen wird künftig mit CO₂-Ampel gelüftet

Redakteurin
Ein CO2-Ampel in einem Klassenzimmer.
Die neue Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt hat CO2-Ampeln für alle Klassenzimmer und Kitaräume angekündigt. © dpa/Kolle (Montage)
Lesezeit

In den 7162 Dortmunder Schulräumen und 1859 Kita-Zimmern regiert künftig eine Ampel – jedenfalls, wenn es um das Lüften geht. Um das Risiko einer Covid-Infektion vor allem in der kalten Jahreszeit zu verringern, beschafft die Stadt Dortmund Messgeräte für das richtige Lüften, eine CO₂-Ampel für jeden Klassenraum.

Das teilte am Dienstag (13.9.) die neue Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands mit. Dafür nimmt die Stadt fast 1,8 Millionen Euro in die Hand, die zu 100 Prozent aus Fördermitteln des Landes refinanziert werden.

Die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre hätten gezeigt, so Nienaber-Willaredt, dass das Lüften mit Frischluft im Vergleich zu Luftfiltern effizienter und effektiver sei. Auch der Corona-Experten-Rat der Bundesregierung empfehle die Nutzung von CO₂-Messgeräten ebenso wie viele Fachpublikationen.

Auch zum Energiesparen sinnvoll

CO₂-Messgeräte weisen auf mangelnden Luftaustausch hin und helfen beim richtigen Lüften. Auch zum Energiesparen seien CO₂-Ampeln sinnvoll, betont die Schuldezernentin. Sie geben den Hinweis, wann und wie lange die Fenster geöffnet sind. Die Schuldezernentin: „Insbesondere in den Wintermonaten spart kurzes Stoßlüften Energie.“

Der Stromverbrauch der Messgeräte selbst sei „relativ gering“, sagt Nienaber-Willaredt. Ohne künftige Strompreissteigerungen betrügen die Energiekosten für die Klassenzimmer insgesamt 32.350 Euro und für die Kitas 10.350 Euro.

Die Beschaffungskosten pro Gerät liegen im Schnitt zwischen 150 und 175 Euro. Die Zahlungen von 1,758 Millionen Euro sollen Mitte September an die Stadt fließen. Der Rat muss über die Anschaffung noch in der Septembersitzung (22.9.) beschließen.

Unklar, wann genau die CO₂-Ampeln kommen

Wann genau die ersten CO₂-Ampeln in Dortmunder Schulen, Kitas und der Kindertagespflege auf Rot, Gelb oder Grün schalten, sei noch nicht abzusehen, so Monika Nienaber-Willaredt. Es werde voraussichtlich sehr viele Kommunen geben, die die CO₂-Ampel wollen. Dazu Oberbürgermeister Thomas Westphal: „Mal sehen, was der Lieferant kann.“

Schul- und Kitaräume, die nicht gelüftet werden können, hatte die Stadt ebenfalls mit Fördermitteln des Landes im vergangenen Jahr mit Lüftungsgeräten ausgestattet.