Telefonbetrug

Polizei Dortmund warnt: So viele Telefonbetrüger unterwegs wie noch nie

Dortmunder Polizisten schlagen Alarm über das Ausmaß an Telefonbetrügereien in Dortmund. Der finanzielle Schaden liege im sechsstelligen Bereich. Die Polizei gibt Tipps zum Schutz.
Vor allem ältere Menschen sind von Telefonbetrug betroffen.
Vor allem ältere Menschen sind von Telefonbetrug betroffen. © picture alliance/dpa

Die Telefonbetrügereien in Dortmund häufen sich. Seit Mitte Juni habe es sieben vollendete Taten gegeben, meldet die Polizei. Der finanzielle Schaden liege im sechsstelligen Bereich. Die Beamten des Fachkommissariats zeigen sich angesichts dieser Entwicklung geschockt.

Ermittlungen bei Telefonbetrügereien seien umfangreich und aufwendig. Die Haupttäter von Telefonbetrügereien würden meist in Callcentern im Ausland sitzen. Telefonnummern würden so generiert, dass man sie nicht einfach nachverfolgen könne. Aufgrund dessen würde sich auch die Ermittlungsarbeit umfangreich und aufwendig gestalten, erklärt die Polizei.

Die Beamten warnen deswegen: „Erhalten Sie einen solchen Anruf, legen Sie sofort auf!“ Weitergehend solle man die „echte“ Polizei informieren. Die Polizei will so mithilfe der Bürger Telefonbetrug weiter bekämpfen.

Überwiegend zwei Betrugsmaschen im Umlauf

Derzeit gebe es in Dortmund zwei Betrugsmaschen. Häufig gäben Kriminelle sich als Kriminalbeamte aus. Sie berichteten über Einbrüche oder Überfälle in der Nachbarschaft. Sie behaupten, es bestünde die Gefahr, dass auch bei den Angerufenen eingebrochen werden würde. Aus diesem Grund sollten sie Wertgegenstände oder Bargeld den Polizeibeamten übergeben.

Hinzu kommen sogenannte „Schockanrufe“. Angebliche Angehörige meldeten sich, weil sie einen Verkehrsunfall gehabt hätten. Überwiegend geht es dabei auch um Tote. Um eine Untersuchungshaft abzuwenden, werden die Angerufenen aufgefordert, eine hohe Geldsumme zahlen.

Die Polizei gibt Tipps zu Telefonbetrügereien

Betroffen von vollendeten Taten sind hauptsächlich ältere Menschen, wie die Statistik der Polizei zeigt: ein 85-jährige Lütgendortmunder, eine 73-jährige Hörderin, ein 80-jähriger Baroper oder eine 64-Jährige in Marten. Besonders wichtig sei es deshalb, auch ältere Mitmenschen über die gängigen Betrugsmaschen zu informieren.

Kriminalbeamte würden niemals telefonisch nach hohen Geldsummen fragen, betont die Polizei Dortmund. Sollte dies geschehen, solle man sofort auflegen.

Wer noch mehr zum Thema Prävention vor Betrugsmaschen erfahren möchte, kann am 7.7. um 17 Uhr den Online-Vortrag „132-0 aktuell – Sicher leben in Dortmund und Lünen“ der Dortmunder Polizei besuchen. Anmeldungen werden unter 0231/132-7953 oder vorbeugung.dortmund@polizei.nrw.de entgegengenommen.

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