Vor der Staatsschutzkammer Neonazi Krolzig wegen Volksverhetzung angeklagt

Gerichtsreporter
Sascha Krolzig im Gerichtssaal
Sascha Krolzig wird sich in dem Verfahren umfassend zu den Vorwürfen äußern. © Martin von Braunschweig
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Der Dortmunder Neonazi Sascha Krolzig muss sich unter anderem wegen Volksverhetzung vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, als Herausgeber der Zeitschrift „N.S. Heute“ mehrere Artikel veröffentlicht zu haben, deren Inhalt strafrechtlich relevant sei.

Die Texte hatte Krolzig zwar nicht selbst geschrieben. Dennoch müsse auch er sich die Äußerungen der eigentlichen Verfasser vorwerfen lassen. Unter anderem hatten diese Vergleiche zwischen Heiligen der Katholischen Kirche und Führungspersönlichkeiten der NS-Diktatur gezogen.

Texte von anderen Autoren

Als Höchststrafe drohen Sascha Krolzig fünf Jahre Haft. Dass die Richter im Fall eines Schuldspruches eine so harte Strafe verhängen, gilt jedoch als äußerst unwahrscheinlich.

Krolzig selbst erklärte im Anschluss an die Verlesung der Anklageschrift, er könne nichts anderes als einen Freispruch akzeptieren. Die Vorwürfe seien boshaft und verwerflich.

Angeklagter sagt aus

Schließlich zog Krolzig sogar Paralellen zwischen sich und dem seit Jahren inhaftierten Wikileaks-Gründer Julian Assange. „Auch hier soll ein Journalist ins Gefängnis, weil er seine Arbeit gemacht hat.“