Es könnte so einfach sein: Ab ins Körbchen mit dem Herbstlaub

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Herbstlaub ist schön, aber auch eine Last.
Herbstlaub ist schön, aber auch eine Last. © picture alliance / dpa
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Das ist zunächst einmal Fakt: Gehen oder Radfahren auf feuchtem Laub wird schnell zu einer unfreiwilligen Rutschpartie. Im Grundsatz muss eine Stadtverwaltung deshalb dafür sorgen, dass alle gefahrlos unterwegs sein können. Per Satzung überträgt sie die Pflicht des Laubsammelns an die Hauseigentümer.

Wohin aber mit dem Laub? Die Lindenallee entlang der Römerstraße ist eine Augenweide. Nicht nur für die Anwohner, sondern für alle, die hier entlang fahren. Die Straße hebt sich so wunderbar ab von manch anderer, an der kein einziger Baum steht und vor der jeder Natur- und Klimaschützer am liebsten die Augen verschließt.

Solche Straßen mit vielen Bäumen sind im Herbst allerdings eine Last. Das Laubharken macht eine Menge Arbeit, das Entsorgen ebenfalls. Um am Beispiel der Römerstraße zu bleiben: Hier stehen städtische Bäume und ein jeder Bürger hat einen Nutzen an dieser klimafreundlichen Straßen-Gestaltung. Warum kommt die Stadt den Anwohnern nicht entgegen?

Der schon zweimal gestellte Antrag auf Laubkörbe zur Erleichterung und Unterstützung der Anlieger könnte gern ein drittes Mal gestellt werden. Er macht Sinn. Klar, Laubkörbe kosten Geld, aber es wären doch gut eingesetzte Mittel aus dem Steuertopf, in den die Bürger einzahlen. Andere Kommunen praktizieren das System schon jahrelang. Gerade noch hat sich die Nachbarstadt Dorsten dazu entschlossen, 300 öffentliche Laub-Container an Straßen mit besonders vielen städtischen Bäumen aufzustellen. Eben dort, wo selbst die fleißigsten Sammler überfordert sind.