Meinung

Haltern und das Hotel am See – wie lang muss der Geduldsfaden sein?

Das Thema Hotelneubau am See ist nichts für Ungeduldige. Seit 2006 wird unter unterschiedlichsten Vorzeichen zwischen Stadt und Investoren gerungen. Dabei braucht Haltern dringend ein Hotel.
Neben dem Appartementhaus (l.) sollen Ferienwohnungen auf dem Seestern-Grundstück und ein neues Hotel (vorne im Bild/Wäldchen an der Stever). © www.blossey.eu

Die Erzählung von einem Hotelneubau am Halterner Stausee klingt fast so, als würde man bei Adam und Eva anfangen. Dazu ist sie so verschlungen, dass man einfach nur noch das Ende „lesen“ möchte. Das Ende – das ist der Plan, seitlich des früheren Seestern-Standortes unabhängig von dieser Eigentümergemeinschaft auf städtischem Grund ein Hotel zu bauen.

Endlich hat man mit dem Franz Sales Haus einen seriösen Bauwilligen gefunden, aber ein vermeintlich guter Schluss der Geschichte führt noch immer nicht alle und alles zusammen.

Der Architektenwechsel und die Corona-Pandemie mit restriktiven Auflagen für Gastronomie und Hotels tragen ihren Teil dazu bei. Aber noch ist auch der Preis für das Filetgrundstück am attraktiven Halterner Stausee nicht ausgehandelt. Einen fertigen Bebauungsplan gibt es ebenfalls noch nicht.

Dabei braucht Haltern ein weiteres Hotel. Denn die Stadt am See auf der Schwelle zwischen Münsterland und Ruhrgebiet lockt Touristen an, die auch gerne mal über Nacht bleiben. Mit dem Seehof, dem Ratshotel und Hotel am Turm hat die Innenstadt Premiumprodukte, aber es fehlt ein Angebot für Radwanderer, die zwar gehobene Ausstattung, aber keinen Luxus erwarten.

Alle warten also auf ein gutes Ende, an dem sie mit Begeisterung von einer gelungenen Geschichte erzählen können. Auch spannende Bücher wollen einmal ausgelesen sein.

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