Bauen am Bahnhof: Ohne Verkehrskonzept wird das eine Katastrophe!

Eine Verkehrsberuhigung wurde den Anwohnern rund um den Bahnhof versprochen. Das Gegenteil ist der Fall und es kommt noch schlimmer. Augen zu und durch? Das darf nicht sein.
An der Annabergstraße (Foto) und Bahnhofstraße wird immer mehr gebaut, die Verkehrssituation wird brenzliger. Verschließen Politik und Stadt davor die Augen?
An der Annabergstraße (Foto) und Bahnhofstraße wird immer mehr gebaut, die Verkehrssituation wird brenzliger. Verschließen Politik und Stadt davor die Augen? © Schlobohm

Die Entwicklung des früheren Pendlerparkplatzes seitlich des Bahnhofs zu einem Gewerbestandort mit Ärzte- und Caritaszentrum lässt für die Anwohner nichts Gutes erahnen. Zumindest nicht, wenn sie an die künftige Verkehrsbelastung denken. Sowohl die Annabergstraße als auch die Bahnhofstraße werden stärker frequentiert sein als je zuvor. Auch wenn die Stadt das nicht wissen will. Schon jetzt ist die Situation häufig unerträglich.

Aber wo sollen die Fahrzeuge auch hin? Es gibt nur diese beiden Straßen, über die der Verkehr zum Bahnhof und in den Gewerbepark rollen kann, ganz abgesehen davon, dass sie willkommene Abkürzungen sind, um die nervige Ampelschaltung auf der Weseler Straße zu umgehen.

Vor Jahren ist den Anwohnern im Umfeld des Bahnhofs und auch der Schulgemeinde von Gymnasium und Realschule durch die Verlegung des Pendlerparkplatzes mehr Ruhe versprochen worden. Das Gegenteil wird in diesem sensiblen Bereich künftig der Fall sein.

Ungeachtet dessen, dass die Bahnhofstraße eigentlich eine Anliegerstraße ist, Tempo 30 gilt, Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sie gar nicht passieren dürfen und die Kreuzung Bahnhof-/Rochfordstraße ein Mehr an Verkehr gar nicht bewältigen kann.

Wie kann es sein, dass Politik und Verwaltung Gewerbe willkommen heißen, aber vor der im Argen liegenden Verkehrssituation die Augen verschließen? Hier muss erst einmal ein überzeugendes Verkehrskonzept her, das allen Beteiligten gerecht wird.

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