Meinung

Kompliziert, komplizierter, Kühlschrankförderung

Wer seinen alten Kühlschrank gegen ein klimafreundliches Gerät tauscht, kann 100 Euro von der Stadt Haltern kassieren. Wie immer gibt es da aber einen Haken. Oder eher 20 Haken. Mindestens.
Am Montag, 13. Juni, ist der Startschuss für die Kühlschrankförderung in Haltern gefallen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa/dpa-tmn

Einfach den alten Kühlschrank gegen ein neues und klimafreundliches Gerät austauschen und 100 Euro von der Stadt Haltern kassieren – das klingt zu gut, um wahr zu sein! Ich kann Sie beruhigen: Es ist wahr – bis auf ein Wort. Denn „einfach“ ist es ganz und gar nicht.

Wer die Kühlschrank-Förderung wahrnehmen möchte, der muss sich erst einmal durch einen Haufen an Regeln und Voraussetzungen kämpfen, die gar nicht mehr aufzuhören scheinen.

Es gibt Regeln für den alten Kühlschrank, Voraussetzungen für das neue Gerät und, damit es nicht langweilig wird, muss beim Antrag für die Förderung auch eine bestimmte Reihenfolge beachtet werden. Fehlt nur noch, dass der neue Kühlschrank die Farbe „lilablassblau“ schmücken muss, dann wäre das Förderungs-Wirr-Warr perfekt.

Zu viele Steine auf dem Weg zum klimafreundlichen Kühlschrank

Wenn Klimaschutz einfach wäre, wäre es doch auch öde. Es macht viel mehr Spaß, die Leute auf eine Umweltschutz-Förderung heiß zu machen – und dann ein paar Steine in den Weg zu schmeißen.

Die Kühlschrank-Förderung kommt aus der Reihe klimafit.ruhr. Beteiligt sind da eine Reihe von Instanzen: der Regionalverband Ruhr (RVR), das Handwerk.NRW und die beteiligten Kommunen. Eine ganze Menge Leute, von denen keiner auf die Idee gekommen ist, diese wichtige Förderung ein wenig menschenfreundlicher zu gestalten.

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