Konzert

Musiker überzeugt im Römermuseum mit einem besonderen Instrument

Eher ungewöhnliche Klänge erlebten die Besucher des Konzertes im Halterner Römermuseum. Der japanische Musiker Kiyohiko Kudo führte mit seiner Marimba auf drei verschiedene Kontinente.
Marimbist Kiyohiko Kudo hat im Halterner Römermuseum mit seinem besonderen Schlaginstrument die Besucher des Konzertes begeistert. © Horst Lehr

Mit seinem besonderen Instrument trat am Mittwochabend im Rahmen der beliebten Reihe „Musik im Römer“ zum ersten Mal der japanische Marimbist Kiyohiko Kudo im Halterner Römermuseum auf.

Eine Marimba ist ein Schlaginstrument mit Holzklangstäben und Resonanzrohren aus der Familie der Holz-Schlagstabspiele (Xylophone). Der junge Ausnahmekünstler servierte darauf dem fachkundigen Musikpublikum ein warmes, volltönendes Klangerlebnis auf allerhöchstem Niveau.

Organisator Dr. Horstfried Masthoff war zufrieden: „Marimba gehört mittlerweile einfach zum Konzertgeschehen. Kudo hat mit seiner Performance die Erwartungen an ihn und sein Instrument übertroffen.“

Das spiegelte sich auch beim großen Applaus der rund 50 Konzertgäste, die den Musiker schon bei seiner ersten Aufführung des Abends gleich mehrfach für eine Zugabe zurück auf die Bühne klatschten.

Musikalische Reise durch drei Kontinente

Kudo begann sein Programm „Dreisprung“ zunächst mit Inventionen und Sinfonien von Johann Sebastian Bach, also mit klassischen Werken der Musikgeschichte. Doch das war nur der Auftakt zu einem lateinamerikanischen Musikfeuerwerk, wo die Marimba schon längst als Volksinstrument gilt.

Voller Esprit und Anmut präsentierte er mit „Preludes für Gitarre, W419“ ein Stück des populärsten Komponisten klassischer Musik Brasiliens Heitor Villa-Lobos. Es folgte „La Catedral“ von Agustín Barrios Mangoré aus Paraguay, der zu einem der ersten Gitarrenvirtuosen Südamerikas avancierte. Als Kontrast spielte Kudo im Anschluss das eher meditative Stück „Memory of Woods“ der renommierten japanischen Komponistin Akemi Naito und sagte dazu: „Man kann dabei die Blätter fallen hören.“

Zum Programmende wechselte Kudo erneut den Kontinent und stellte dem Publikum mit „Triple Jump“ auch noch ein Originalwerk für Marimba des US-amerikanischen Komponisten Kenji Bunch vor.

Marimbist zeigt sich sensibel und leidenschaftlich

Im Laufe des Konzerts entlockte der Künstler mit dem virtuosen Einsatz seiner vier Holzschlägel den hölzernen Klangplatten seiner Marimba sowohl vertraute, aber auch exotische Klänge, die er mal sensibel oder leidenschaftlich, aber immer mit einer melodischen Harmonie zu einem ganz besonderen Klangerlebnis zusammen führte. Den passenden Rahmen für dieses erhabene Musikerlebnis bildete erneut der tolle Raumklang des Römermuseums.

Margret Kessen-Detig aus Haltern war begeistert: „Das war mal etwas ganz anderes. Da musste man sich zuerst hineinfinden.“ Siegfried Lindemann ergänzte: „Mir haben die Sprünge zwischen den verschiedenen Musikkulturen sehr gut gefallen.“ Von so viel Lob beeindruckt sagte Kudo später: „Ich habe während des Konzerts eine gewisse Kommunikation mit dem tollen Publikum verspürt.“

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