Meinung

Verbot von Plastiktüten: Halterner scheinen längst Alternativen zu haben

Das Verbot von Plastiktüten ist seit dem 1. Januar in Kraft. Auch wenn viele Verbraucher sich längst auf umweltfreundlichere Alternativen umgestellt haben, musste ein Verbot her.
Die klassische Plastiktüte ist seit dem 1. Januar in Deutschland verboten. © picture alliance / dpa

20 Minuten – länger wird laut Bundesumweltamt eine Plastiktüte nicht genutzt. Viele Nutzer werfen sie anschließend unachtsam weg. Landet sie in der Umwelt und nicht in der gelben Tonne, verbleibt sie dort viele Jahrzehnte. Im schlimmsten Fall können Plastiktüten bei Vögeln oder Meerestieren schwere Schäden anrichten und als Mikroplastik in der Nahrungskette auch wieder beim Menschen ankommen.

Seit 2016 dürfen deshalb Tüten im Handel nur noch gegen Bezahlung abgegeben werden. In Deutschland wurden 2019 noch 1,49 Milliarden leichte Plastiktüten mit Wandstärken unter 50 Mikrometern in Umlauf gebracht, das sind etwa 18 Plastiktüten pro Einwohner. Das sind rund 14 Prozent weniger als noch 2018.

Da die Vereinbarung mit dem Handel auf freiwilliger Basis war, ist hier noch viel Luft nach oben. Es gab nämlich Händler, die sich daran nicht beteiligt haben. Und Verbraucher, die sie entgegen genommen haben. Deshalb musste das Verbot her. Richtig so!

90 Prozent kaufen bereits plastikfrei ein

In Haltern zeigt sich zumindest auf dem Wochenmarkt, dass etwa 90 Prozent der Kunden bereits plastikfrei einkaufen, einen eigenen Korb oder eine Tragetasche dabei haben. Gemüse- oder Obstbeutel aus Stoff sind ebenfalls eine Alternative und werden auch im Supermarkt von Verbrauchern genutzt. Jetzt darf man sie nur nicht immer zu Hause liegenlassen.

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