Corona

37 Hertener haben sich trotz doppelter Impfung mit dem Virus infiziert

Bei der Kreisverwaltung können inzwischen Zahlen zu Impfdurchbrüchen abgerufen werden. Auch in Herten haben sich vollständig Geimpfte mit dem Coronavirus infiziert – mit milden Verläufen.
Die Ausstellung von digitalen Impfpässen klappt auch in Hertener Apotheken mittlerweile reibungslos. © dpa (Archiv)

In der Stadt wird weiter auf allen Kanälen für eine Corona-Impfung geworben, leider schützt sie nicht zu hundert Prozent davor, sich mit dem Virus anzustecken. In Herten sind bisher 37 Fälle von Impfdurchbrüchen bekannt. Hinter dieser Zahl verbergen sich Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, obwohl sie vollständig geimpft sind. 23 Erkrankte sind davon inzwischen wieder genesen. 14 Betroffene gehören zu den aktuell 120 Infizierten im Stadtgebiet. Die Zahlen teilte Kreis-Sprecherin Svenja Küchmeister auf Anfrage mit.

359 Impfdurchbrüche im Kreisgebiet

Im ganzen Kreis sind momentan 359 Impfdurchbrüche registriert, 139 Menschen sind trotz Vollimpfung aktuell noch infiziert. Zum Vergleich: In Dorsten gibt es momentan 14, in Castrop 12 und in Recklinghausen 27 vollständig Geimpfte, die noch infiziert sind.

In einem Lagebericht hatte das Robert-Koch-Institut Anfang September mitgeteilt, dass in Deutschland bisher rund 24.000 Impfdurchbrüche bei gut 50 Millionen Voll-Geimpften nachgewiesen wurden. Nach bisherigen Erfahrungen seien die Krankheitsverläufe von Geimpften allerdings viel milder als die von Nicht-Geimpften, bestätigt auch Svenja Küchmeister.

Infizierte Schüler an fünf Hertener Einrichtungen

Dass die Sieben-Tage-Inzidenz steigt, liege unter anderem an den Coronafällen in Schulen. Kreisweit wurden Infizierte an 75 Schulen gemeldet. Rund 150 Schülerinnen und Schüler seien erkrankt. In Herten sind aktuell fünf Schulen betroffen. Die Zahl der infizierten Schüler könne aktuell aus Personalgründen noch nicht für jede Stadt beziffert werden.

Bis Ende dieser Woche erwartet die Kreisverwaltung den neuen Erlass der Landesregierung zur Corona-Schutzverordnung. Noch ist nicht klar, ob die Möglichkeit zum Freitesten aus einer Quarantäne nur für Schulklassen oder auch für andere Betroffene gelten wird. „Wir hoffen, dass diese Frage eindeutig geklärt wird, zumal es auch Fälle gibt, wo beispielsweise Mutter und Kind betroffen sind“, so Svenja Küchmeister. Das Land habe schon angekündigt, dass künftig vorrangig nur noch infizierte Schüler in Quarantäne sollen. Wenn allerdings „von einem erkennbar größeren Ausbruchsgeschehen ausgegangen werden kann“, dann „sollen Gesundheitsämter über das einzelne Kind hinaus Anordnungen zur Quarantäne erlassen“.

Inzwischen sind die sogenannten Booster-Impfungen – gemeint sind Auffrischungen nach der ersten Vollimpfung – für die Altersklasse Ü80 gestartet. Die Statistik des Kreisgesundheitsamtes weist auf Landesebene allerdings erst 1082 solcher Zweit- bzw. Drittgeimpften aus.

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