Hertener Stadtwerke reichen neue Gas-Umlagen an die Kunden durch – ein Rechenbeispiel

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Ein Gaszähler der Hertener Stadtwerke.
Ein Gaszähler der Hertener Stadtwerke. © Frank Bergmannshoff
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Zum 1. September erhöhen die Stadtwerke – wie berichtet – die Gaspreise. Ab Oktober kommen noch drei staatliche Abgaben oben drauf: die Gasbeschaffungsumlage (2,419 Cent/kWh netto), die Gasspeicherumlage (0,059 Cent/kWh netto) und die Bilanzierungsumlage („Regelenergie“, 0,57 Cent/kWh netto).

Da die von Bundeskanzler Scholz angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent zunächst offiziell vom Bundeskabinett beschlossen werden muss, kalkulieren die Stadtwerke vorerst noch mit 19 Prozent. Für einen Hertener Haushalt mit einem Jahresbedarf von 15.000 kWh in der Grundversorgung werden sich die zusätzlichen Kosten durch die drei Umlagen allein in den Monaten Oktober bis Dezember 2022 auf rund 200 Euro belaufen. „Der monatliche Abschlag erhöht sich demnach ab Oktober um ca. 70 Euro“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Kerstin Walberg. Bei einer auf sieben Prozent abgesenkten Mehrwertsteuer würden die Zusatzkosten rund 180 Euro betragen.

Ausgehend von den ab Oktober geltenden Preisen und Umlagen ergeben sich für einen Hertener Haushalt mit einem Jahresbedarf von 15.000 kWh in der Grundversorgung rechnerisch Jahreskosten von rund 2.500 Euro. Wird tatsächlich die Mehrwertsteuer auf sieben Prozent abgesenkt, sind es rund 250 Euro weniger. Allerdings dürften die Preise wohl keine zwölf Monate lang stabil bleiben, sondern mittelfristig weiter steigen. Kerstin Walberg: „Eine Prognose für 2023 können wir seriös noch nicht vornehmen.“