Nein zu Gewalt an Frauen Dieses Zeichen setzt die Stadt Herten

Gleichstellungsbeauftragte Alexandra Mielke und Bürgermeister Matthias Müller halten eine große Fahne in ihren Händen.
Die Hertener Gleichstellungsbeauftragte Alexandra Mielke und Bürgermeister Matthias Müller hissten vor dem Rathaus eine Fahne, um auf die Aktion „frei leben ohne Gewalt“ aufmerksam zu machen. © Stadt Herten
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Diese Zahl ist erschreckend: Aus einer europaweiten Befragung ist hervorgegangen, dass jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Hilfsangebote bleiben jedoch oft ungenutzt.

Das soll sich ändern. Die Gleichstellungsbüros der zehn Städte des Kreises Recklinghausen, die Frauenberatungsstellen und die Diakonie haben sich zusammengeschlossen und mit einer Aktionswoche zum Motto „FrauenStimmen – laut, leise, vielfältig“ auf die Situation von Frauen in der Welt hingewiesen.

Auch die Stadt Herten zeigte Flagge. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Gleichstellungsbeauftragte Alexandra Mielke und Bürgermeister Matthias Müller hissten anlässlich des Antigewalttages eine entsprechende Fahne vor dem Rathaus.

Hertener Frauenhaus ist ausgelastet

Betroffene Frauen und ihre Kinder können unter anderem in das Hertener Frauenhaus flüchten, das die Diakonie seit mehr als 30 Jahren betreibt. Das Frauenhaus ist durchgängig ausgelastet. Freie Plätze seien innerhalb kürzester Zeit wieder belegt, berichtet Leiterin Karin Hester.

Das Land NRW hat zuletzt zwei weitere Häuser in die Landesförderung aufgenommen, Herten gehört dazu. Trotzdem ist das Frauenhaus weiterhin auf Spenden angewiesen, um Angebote und Anschaffungen zu finanzieren. Insbesondere die Kinder stehen hier im Fokus.

Zum Thema

Hilfetelefon

Nicht nur Frauen können Opfer von Gewalttaten werden, auch Männer sind betroffen. Daher gibt es neben dem Hilfetelefon für Frauen (08000-116 016) auch das Männerhilfetelefon (0800-1239900) und die Männerberatungsstelle „Echte Männer reden“ der Caritas Herten (0151/25343444).