Kanalbauarbeiten

Straße „Im Emscherbruch“ in Herten-Süd wird voll gesperrt

Vor allem Auto- und Lkw-Fahrer müssen sich auf weitere Einschränkungen in Herten-Süd einstellen. Ab Freitag wird die Straße „Im Emscherbruch“ voll gesperrt.
Durch unterirdische Kanalrohre fließen künftig alle Abwasser, die früher durch die Emscher und ihre Zuflüsse geleitet wurden. © Oliver Volmerich

Grund sind Kanalbauarbeiten der Emschergenossenschaft (EG): Der Schellenbruchgraben soll bis Ende des Jahres vom Abwasser befreit sein. Als Zufluss der Emscher ist das Gewässer Teil des Großprojekts Emscher-Umbau.

Im Zuge der Baumaßnahme kommt es ab dem 29. Oktober zur Vollsperrung der Straße „Im Emscherbruch“. Umleitungen werden eingerichtet.

Die Vollsperrung verkürzt die Zeit der Verkehrsbehinderungen zwischen dem Kreisverkehr Hohewardstraße und der Brücke über den Schellenbruchgraben deutlich, teilt die EG mit. Die Vollsperrung endet voraussichtlich Mitte Dezember.

Die EG arbeitet aktuell an der Abwasserfreiheit des Emscher-Systems. Diese ist ein wichtiger Teil der Renaturierungsmaßnahmen. Aus der ehemaligen „Köttelbecke“ wird wieder ein abwasserfreier Fluss, an dem sich Flora und Fauna ansiedeln können. Das Abwasser fließt unterirdisch durch ein Kanalsystem ab. Auch am Schellenbruchgraben gehen die Arbeiten in den Schlussspurt.

Grund für die Maßnahme sind neben dem Bau eines Abwasser-Sammlers auch die Umschlussarbeiten der städtischen Schmutzwasserkanalisation, die ein wichtiger Bestandteil der Abwasserfreiheit des Schellenbruchgrabens sein wird. Dafür ist ein Lückenschluss zwischen den beiden Straßenseiten notwendig. Im Anschluss an die Bauarbeiten wird die Straße wieder hergestellt.

Vestische leitet Busse um

Von der Sperrung sind auch die Busse der Vestischen betroffen. Die Umleitung der Linie SB 27 bei Fahrten zwischen „Wanne Waldfriedhof“ und „AGR Herten“ erfolgt in beide Fahrtrichtungen ab Ewaldstraße über Recklinghäuser Straße, Dorstener Straße, Heerstraße, Rottstraße, Hertener Straße, Cranger Straße und Im Emscherbruch. Die Haltestelle „Wanne Waldfriedhof“ wird zur gleichnamigen Haltestelle der regulären Linie SB 27 verlegt. Zudem wird der Haltepunkt „Im Emscherbruch“ auf die Hohewardstraße verlegt.

Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft in enger Abstimmung mit den Emscher-Kommunen den Emscher-Umbau um, in den über einen Zeitraum von rund 30 Jahren knapp 5,5 Milliarden Euro investiert werden. Knapp 20 Prozent der Kosten steuern das Land NRW und die EU bei. 80 Prozent werden von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen: Bergbau, Industrie und Städte. Letztere holen sich das Geld über die Entwässerungsgebühr von den Bürgern zurück.

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